Kusel Nach dem tödlichen Unfall hat sich am Bahnübergang schon was getan
Mitte August war es am Bahnübergang „Zum Metternachtshof“ zum Zusammenstoß eines Autos mit einer Regionalbahn gekommen. Eine junge Frau verlor dabei ihr Leben, drei weitere Fahrzeuginsassen wurden bei dem Unfall schwer verletzt. Zu ihrem Gesundheitszustand wie auch zum Stand der Ermittlungen, was den Unfallhergang angeht, gibt es von der Staatsanwaltschaft bislang keine neue Mitteilung.
Die nach solchen Unfällen an Bahnanlagen übliche sogenannte Sonderverkehrsschau mit allen beteiligten Behörden hat mittlerweile stattgefunden. Darüber informierte Xaver Jung. Der erste Beigeordnete der Verbandsgemeinde Kusel-Altenglan vertritt momentan Bürgermeister Stefan Spitzer. Vertreter der Bahn, der Polizei, von Kreis- und Verbandsgemeindeverwaltung wie auch von der Stadt seien vor Ort gewesen.
Züge sind dort jetzt deutlich langsamer unterwegs
Wie Jung erläuterte, finden an dem Bahnübergang schon seit Monaten immer wieder Verkehrszählungen statt, weil die Stadt Kusel bereits vor gut einem Jahr den Wunsch geäußert habe, die Anlage dort zu verbessern – mit einer Ampel oder durch Schranken. „Bei der Entscheidung wird nicht maßgeblich sein, was wir uns wünschen, sondern es kommt auf die Anzahl der Fahrzeuge an“, bremst Jung zu hohe Erwartungen. Und selbst wenn die Bahn nach der Prüfung eine Änderung anstoße, könne es mit der Umsetzung noch Jahre dauern.
Mittlerweile seien an der Stelle erste Maßnahmen umgesetzt worden, wie Jung schildert. So passieren die Regionalzüge den Bahnübergang mit deutlich reduzierter Geschwindigkeit und die Sicht im Umfeld sei durch Rodungs- und Mäharbeiten verbessert worden. Zwischen Gleis und Kuselbach erfolge in naher Zukunft eine weitere Baumfällaktion unter der Regie der Kreisverwaltung. Das verbessere ebenfalls die Sicht und sei gleichzeitig eine Verkehrssicherungsmaßnahme am Kuselbach. Denn viele der Bäume an der Stelle seien ohnehin morsch oder drohten umzufallen.