Kreis Kusel RHEINPFALZ Plus Artikel Musikerwanderung: Mit Saxophon, Trompete, Trommel und Akkordeon durch den Südkreis

Musikalische Rast wurde auch in der Fischerhütte in Waldmohr eingelegt.
Musikalische Rast wurde auch in der Fischerhütte in Waldmohr eingelegt.

Bereits zum achten Mal zogen am vergangenen Wochenende – wenige Tage nach dem Beginn des neuen Jahres – mehrere Musiker aus dem Landkreis durch die Region. Saxophon, Trompete, Akkordeon und Trommel hatten die Wander- und Musikfreunde im Gepäck, die in verschiedenen Gaststätten für musikalische Unterhaltung sorgten.

Die Titel „Auf ihr Brüder in die Pfalz“, „Der Pfälzer Wind“, „Seemann, lass das träumen“, „Es gibt kein Bier auf Hawaii“ und „Babicka“ waren am vergangenen Samstag immer wieder zu hören. Auch Musikwünsche wurden erfüllt, die mit Lokalrunden belohnt wurden. Auf Initiative von Manuel Distler (Band „Die üblichen Verdächtigen“) und Bernd Bork („Sergeant“) wurde vor Jahren eine alte Tradition der Musikerwanderung wieder aufleben gelassen. „Das ganze Jahr über hat man wegen unterschiedlicher Musikveranstaltungen überhaupt keine Zeit, mit Musikerfreunden zusammenzukommen“, berichtete Bork. Am Jahresanfang sei es dagegen meist ruhiger und daher eine gute Zeit für eine solche Wanderung.

Während vor Jahrzehnten noch Konkurrenzdenken unter den Musikern weit verbreitet gewesen sei, habe sich dies mittlerweile längst geändert. Inzwischen habe man ein Netzwerk aufgebaut, dem 60 Musiker angehörten. Die Bands in der Region helfen sich gegenseitig aus: Falle ein Schlagzeuger, Bassist oder Keyboarder aus, erhalte man häufig Ersatz von einer anderen Band.

Keine Strecke mit genügend Gasthäusern gefunden

In den vergangenen Jahr starteten die Musiker ihre Wanderung in Schönenberg-Kübelberg, Glan-Münchweiler, Welchweiler, Ulmet, Bedesbach und Kusel. In diesem Jahr war das Sportheim in Waldmohr Treffpunkt, wo zunächst – wie bereits üblich – ein gemeinsames, ausgiebiges Frühstück eingenommen wurde. Der Nordkreis sei noch nie Ausgangspunkt der Musikerwanderung gewesen. Es habe noch keine Wanderstrecke mit genügend Gasthäusern ausfindig gemacht werden können, erklärte Manuel Distler.

Waren es im vergangenen Jahr noch mehr als 40 Teilnehmer, so mussten einige Musiker in diesem Jahr wegen Krankheit passen. Viele in der Region bekannte Musiker waren vertreten, wie Manuel Lothschütz, Stefan Altherr (beide „Die üblichen Verdächtigen“), Marco Gilcher und Mario Leonhardt (beide Un-Er-Hört), Marco Bauer („Roll n’ Rock), Marcus Zellhuber (Breath Machine“, „Sergeant“ und „San Salvador“), Michael Hofmiller (Hoselatz), Klaus Molter (Ramba Samba) und Roland Benner („Die Roland-Benner-Band“). Einige von ihnen sind bereits seit Jahrzehnten aktiv – so auch Roland Benner. Der 68-Jährige spielt nach eigenen Worten seit 55 Jahren in unterschiedlichen Bands. Gleich zwei Bands haben in diesem Jahr Grund zu feiern: Die Band „Seargeant“ feiert ihr 40. und die Band „San Salvador“ ihr 50. Jubiläum.

Zum Dank gab’s eine Kiste Bier

Zielort der Musikerwanderung war diesmal das Lounge-Café am Ohmbachsee. Auf dem Weg dorthin stattete die musikalische Truppe zunächst einmal dem Discounter Norma in der Nähe des Gewerbegebietes einen Besuch ab und zog musizierend durch den Laden. Zum Dank für die Einlage gab’s einen Kasten Bier. Der Aufenthalt an der nächsten Station, der Fischerhütte am Waldmohrer Motschweiher, dauerte da schon etwas länger. Mit viel Musik brachten die Wanderfreunde dort fast zwei Stunden zu. Weitere Stationen waren das Hundeheim Kübelberg und die Brückenschenke Schönenberg. Auch Landrat Otto Rubly stattete die musikalische Wandergruppe einen Besuch ab, ehe sie am späten Abend ihr Ziel erreichte.

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