Thallichtenberg RHEINPFALZ Plus Artikel Mittelalterlicher Weihnachtsmarkt: Feuershow und Handwerkskunst

Am Wochenende werden wieder viele Besucher auf Burg Lichtenberg erwartet.
Am Wochenende werden wieder viele Besucher auf Burg Lichtenberg erwartet.

Am ersten Dezemberwochenende ist es wieder so weit: Der mittelalterliche Weihnachtsmarkt auf Burg Lichtenberg geht in die nächste Runde. Auch in diesem Jahr kommen zahlreiche regionale Aussteller. Außerdem gibt es wieder ein buntes musikalisches Programm und den beliebten Fackelumzug.

Der Startschuss für den mittelalterlichen Weihnachtsmarkt fällt um 12 Uhr am kommenden Samstag, um 14 Uhr findet die feierliche Markteröffnung auf Burg Lichtenberg statt. „Das Jugendorchester Konken ist zum zweiten Mal da und wird unsere Besucher ab 16 Uhr am Samstag mit weihnachtlichen Klängen einstimmen. Die Kinder freuen sich so wahnsinnig, wenn sie Auftritte haben“, sagt Barbara Klein vom Förderverein TSG Burg Lichtenberg, der den Weihnachtsmarkt veranstaltet. Etwa zehn Kinder machen mit, außerdem ein paar Erwachsene. „Um 19 Uhr gibt es dann den Fackelumzug mit den Tanzmädels zur Unterburg, zu dem sich alle am Burgtor treffen können“, kündigt Klein an. „Dann können wir in diesem Jahr ein absolutes Highlight präsentieren: Ab 19.30 stellt sich Firestone mit einem großen Spektakulum und einer Feuershow vor. Sie sind zum ersten Mal bei uns und darauf freue ich mich schon sehr“, sagt Barbara Klein.

Am Sonntag geht es um 11 Uhr weiter. Ab 13 Uhr sorgen die Blechquäler für weihnachtliche Klänge, um 15 Uhr gibt es Weihnachtsmusik mit den Antestalbläsern. „Auf den Nikolaus dürfen sich dann die Kleinen um 16 Uhr freuen“, berichtet Veranstalterin Klein mit einem Augenzwinkern. Gegen 18 Uhr ist der Markt zu Ende.

Nikolaus besucht die Kinder

„Wir kombinieren hier immer beides: den Mittelaltermarkt und den Weihnachtsmarkt. Auf der Oberburg konzentriert sich das weihnachtliche Programm, an der Kirche läuft es so langsam ins Mittelalter hinüber“, erläutert Klein. Attraktionen für die Kinder sind außer dem Nikolaus am Sonntag das handbetriebene Karussell und die lebende Krippe. „Da können die Kinder schauen und die Schafe streicheln“, meint Klein.

Nach der Corona-Pause freuten sich die Aussteller bereits im vergangenen Jahr darauf, wieder auf die Burg zu kommen, und auch in diesem Jahr war das Interesse groß, berichtet Klein. Rund 40 Aussteller haben zugesagt. „Erfahrungsgemäß sagen immer noch ein paar kurz vorher ab“, ergänzt sie. Im vergangenen Jahr wurde der Weihnachtsmarkt auf Burg Lichtenberg bei einer Aktion des SWR zu einem der fünf schönsten Weihnachtsmärkte in Rheinland-Pfalz gewählt worden.

Kein Null-Acht-Fünfzehn-Kram

„Im weihnachtlichen Bereich achten wir darauf, dass die Sachen selbst hergestellt sind, in der Regel in der Region“, beschreibt Barbara Klein das Konzept des mittelalterlichen Weihnachtsmarktes. „Das sind schöne Sachen, kein Null-Acht-Fünfzehn-Kram.“ Selbstgedruckte Karten und selbstgehäkelte Körbe gehören dazu. „In diesem Jahr gibt es erstmals Gartenzäune bei uns, mit Trockenblumengestecken als Deko. Es ist uns ganz wichtig, dass es keine Ramschartikel sind. Es soll speziell sein.“ Die Aussteller müssen sich beim TSG Burg Lichtenberg mit Bildern bewerben. „Da schauen wir, ob es passt“, sagt Klein.

Beim Mittelaltermarkt gebe es keinen roten Faden. „Aber wir schauen schon, dass das Angebot spezifisch und abwechslungsreich ist. Es kommt also zum Beispiel nur ein Fellhändler. Und ein Bildhauer stellt seine Sachen selbst her. Man sieht, wie er das macht, und das kann man dann kaufen“, berichtet die Veranstalterin. Zum ersten Mal gibt es beim Stand „Graafkristalle“ einen sogenannten Geode-Cracker. „Damit kann man Kristalle knacken, die außen aussehen wie Steine. Aber wenn man sie aufschlägt, sind es Kristalle, die Luftblasen zu enthalten scheinen.“

Shuttlebus zur Burg und zurück

Eine Änderung im Vergleich zu den früheren mittelalterlichen Weihnachtsmärkten auf Burg Lichtenberg gibt es bei den Parkplätzen. Aufgrund des Wetters sieht der TSG davon ab, die Wiese oberhalb der Burg als Parkplatz zu nutzen, der Boden ist vermutlich zu aufgeweicht. Stattdessen steht eine große Wiese in Thallichtenberg zum Parken zur Verfügung. Von dort fährt ein Shuttlebus zur Burg und zurück. Dafür fallen zwei Euro Parkgebühren an. Der Eintritt zum mittelalterlichen Weihnachtsmarkt selbst ist kostenlos.

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