Hinzweiler
Mit neuem Trainer für den Bogensport begeistern
320 Mitglieder zählt die Schützengilde Königsberg aus Hinzweiler nach Angaben ihres Vorsitzenden Hans Frieder Dippi derzeit. 40 davon seien Bogenschützen. Um deren Anzahl noch zu steigern, und besonders den Nachwuchs für den Bogensport zu begeistern, hat man Peter Pirron als Trainer nach Hinzweiler gelotst.
„Ich will vor allem Kindern und Jugendlichen den Spaß an einer sportlichen Betätigung vermitteln“, sagt Pirron. Ab dem kommenden Montag bietet er für Kinder und Jugendliche ab zehn Jahren, aber auch für Erwachsene, Bogensport-Training an. Wie Pirron im Gespräch mit der RHEINPFALZ erzählt, hat er zuvor bereits sechs Jahre lang in Kaiserslautern Kinder und Jugendliche im Umgang mit Pfeil und Bogen unterrichtet. „Ich arbeite gerne mit den Nachwuchsschützen. Kinder gehen einfach viel impulsiver an die Sache heran “, sagt Pirron. Oft hätten die kleinen Schützen schon nach 15 Minuten den sprichwörtlichen Bogen raus.
Im Bogensport gehe es unter anderem auch um Koordination und Konzentration. „Und anders als im Mannschaftssport kann ich beim Bogenschießen niemand anderen verantwortlich machen, wenn es mal nicht so läuft. Wenn ich daneben schieße, bin nur ich selbst dafür verantwortlich“, so Pirron. Daher trage das Training für diesen Sport auch zur Persönlichkeitsentwicklung der Heranwachsenden bei.
Vielfältige Optionen
Und gerade in Hinzweiler könne man den Sport sehr vielfältig ausüben. „Wir haben die Option, das Schießen auf Scheiben zu trainieren – was durch unsere teils überdachten Schießstände auch bei schlechtem Wetter und in den Wintermonaten möglich ist –, können aber auch raus in die Natur auf unseren 3D-Parcours gehen“, erklärt Dippi, der sich freut, in Pirron einen erfahrenen Sportsmann für die Trainingsarbeit gefunden zu haben.
„Der Kontakt zu Hinzweiler bestand schon, als ich noch in einem Kaiserslauterer Verein aktiv war“, erzählt Pirron, der mittlerweile in Kirrweiler lebt und in Kusel arbeitet. „Ich war damals schon mit Freunden öfter mal zum Schießen hier, weil der Parcours einfach schön ist.“ Auch bei Meisterschaften, die die Hinzweilerer Schützen regelmäßig ausrichten, habe er schon geholfen. „Wir hatten einfach von Anfang an ein gutes Verhältnis und ich übernehme das Traineramt hier wirklich gerne.“
Pirron kann sich vorstellen, mit den Kindern und Jugendlichen später auch bei Turnieren und Meisterschaften anzutreten. „Es gibt aber auch viele, die das gar nicht wollen. Die trainieren gerne und wollen sich auch verbessern, den Wettkampf mögen sie aber nicht“, weiß der Trainer. Das sei aber natürlich kein Problem. „Wir trainieren Hobby- und ,Spaßschützen’ natürlich genau so gerne, wie solche, die Ambitionen haben, an Meisterschaften teilzunehmen.“
Und wer sich im Bogenschießen probieren möchte, der muss dafür keine Unsummen investieren. „Natürlich kann man für einen Bogen auch eine vierstellige Summe ausgeben – muss man aber nicht“, weiß Pirron. „Wir verleihen zum Beispiel auch Bögen und geben jedem Interessierten gerne eine kleine Einführung“, fügt Dippi hinzu.
3D-Parcours wird überarbeitet
Um den Bogensport in Hinzweiler insgesamt noch attraktiver zu machen, soll auch der 3D-Parcours überarbeitet werden. „Unter anderem wollen wir den Kurs von derzeit 28 auf 32 Ziele erweitern“, erläutert Pirron. „Und dabei wollen wir die heimische Fauna abbilden und auch mit Tiergruppen arbeiten, die man so auch in der Natur sehen könnte“, fügt Dippi hinzu. „Außerdem sind ein bis zwei ,Sonderziele’ geplant. Worum es sich dabei handelt, wird aber noch nicht verraten“, sagt Pirron mit einem Schmunzeln.
Auch eine Facebookseite hat Pirron bereits eingerichtet. „Aus Erfahrung weiß ich, dass die Schützen über die sozialen Medien stark vernetzt sind. Deshalb wollen wir diese Möglichkeit auch verstärkt nutzen, um aktuelle Informationen zu verbreiten oder auch kleine Berichte über unsere Aktivitäten zu veröffentlichen.“
Das nächste 3D-Turnier steht in Hinzweiler am 3. Oktober auf dem Programm. Noch bis 27. September können sich Sportler dafür anmelden.