Lauterecken-Wolfstein RHEINPFALZ Plus Artikel Mehr als die Hälfte aller Unfälle sind Wildunfälle

964 Verkehrsunfälle hat die Lauterecker Polizei im vergangenen Jahr registriert.
964 Verkehrsunfälle hat die Lauterecker Polizei im vergangenen Jahr registriert.

Im vergangenen Jahr gab es etwas weniger Wildunfälle im Bereich der Polizeiinspektion Lauterecken. Auch insgesamt wurden etwas weniger Verkehrsunfälle aufgenommen. Deutlich weniger Menschen wurden verletzt, jedoch gab es einen Toten.

964 Verkehrsunfälle sind in der Verkehrsunfallentwicklung des Jahres 2022 gelistet. Das sind etwas weniger als im Vorjahr (973). Die Zahlen wurden diese Woche von der Polizeiinspektion Lauterecken herausgegeben. Diese ist nicht nur für die Verbandsgemeinde Lauterecken-Wolfstein, sondern auch für die Gemeinden der früheren Verbandsgemeinde Meisenheim (heute Teil der VG Nahe-Glan) zuständig mit insgesamt knapp 25.000 Einwohnern.

Mehr als die Hälfte der Unfälle sind Wildunfälle, zumeist Kollisionen mit Rehwild: 537 sind in der Statistik für 2022 verzeichnet. Im Jahr davor waren es 552, die höchste Anzahl seit einem Einbruch im Jahr 2018 mit nur 451 Wildunfällen. Die hohe Zahl der Wildunfälle dürfte ursächlich für den relativ konstanten Zahlenspiegel bei den Verkehrsunfällen sein, heißt es im Bericht. In den vergangenen zehn Jahren lag die Anzahl der Verkehrsunfälle nur in zwei Jahren (2013 und 2014) unter 800.

Weniger Verletzte

Deutlich gesunken im Vergleich zum Vorjahr ist die Anzahl der Unfälle mit Schwerverletzten sowie die Anzahl der dabei Verunglückten: Bei neun Unfällen (2021: elf) wurden zehn Menschen schwer verletzt (2021: 14). Eine Person erlitt jedoch tödliche Verletzungen. Diese Unfälle würden gesondert analysiert, um möglicherweise zukünftig solch schwere Unfälle verhindern zu können.

Auch Unfälle mit Leichtverletzten gab es weniger: 39 statt 43 im Vorjahr. Dabei verunglückten 52 Menschen (2021: 61). Unfälle, an denen Kinder beteiligt waren, gab es im Jahr 2022 fünf – einen mehr als im Jahr zuvor.

Anteilig mehr junge Fahrer als Hauptverursacher

Nicht angepasste Geschwindigkeit wird als Hauptursache bei 94 Unfällen ausgemacht. Das waren 2021 und in den beiden Jahren davor deutlich weniger (zwischen 65 und 73). Die wenigsten Unfälle mit jungen Fahrern (18 bis 24 Jahre) in den vergangenen fünf Jahren wurden 2022 verzeichnet: 146. Allerdings waren junge Fahrer, deren Bevölkerungsanteil bei 6,4 Prozent liegt, in einem großen Teil davon Hauptverursacher: bei 117 Unfällen, das sind 12,1 Prozent am Gesamtunfallgeschehen.

Bei Senioren über 65 Jahren sieht das anders aus: Sie machen 25,1 Prozent der Bevölkerung aus und waren in 12,3 Prozent der Unfälle Hauptverursacher: in 119 Fällen. Insgesamt waren Senioren an 154 im Bereich der Polizeiinspektion Lauterecken beteiligt.

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