Motorsport
Marijan Griebel/Tobias Braun machen nächsten Schritt zum Rallye-Titel
In seiner Heimat war es für Marijan Griebel und seinen Beifahrer Tobias Braun der fünfte von sieben Läufen zur deutschen Rallye-Meisterschaft. „Wir waren gut drauf und das Fahrzeug von Pole Promotion war bestens für diesen Einsatz vorbereitet“, lobten die erfolgreichen Piloten. Das Ziel ist eindeutig: die Titelverteidigung. Mit nun 172 Punkten und einem Vorsprung von 25 Zählern vor dem ärgsten Widersacher Julius Tannert aus Zwickau ist zwar mehr als das Soll erfüllt, aber noch ist die Meisterschaft nicht entschieden. „Trotz der sieben Wertungsläufe gibt es kein Streichergebnis, so dass wir in den letzten beiden Veranstaltungen noch punkten müssen“, so das Team. „Die Konkurrenz – und vor allen Julius Tannert – ist sehr schnell, der kleinste Fehler kann zum Verhängnis werden.“
Was Kleinigkeiten bedeuten, wurde Julius Tannert gleich auf der ersten Wertungsprüfung im „Westrich“ bewusst. Ein unerklärlicher Reifenschaden am Skoda Fabia RS Rally 2 kostete ihn rund 20 Sekunden auf Griebel/Braun – so ein Missgeschick kann immer mal passieren. Diesen Vorsprung baute das siegreiche Team am ersten Tag noch auf 23,1 Sekunden aus. Am zweiten Tag teilten sich die beiden Favoriten die restlichen acht Wertungsprüfungen auf, der Sieg von Griebel/Braun war aber nie gefährdet.
Am Schluss auf Sicherheit gefahren
Obwohl der 35-jährige Polizeihauptkommissar Griebel auf der letzten Bestzeitprüfung auf Sicherheit fuhr, reichte es letztlich zu einem Vorsprung von 12,9 Sekunden. „Es war eine schöne und anspruchsvolle Rallye, die bereits am Anfang durch den Reifenschaden meines härtesten Konkurrenten Julius Tannert stark beeinflusst wurde. Es war nicht immer leicht, den Vorsprung zu halten, weil die Strecken sehr schwierig waren und Julius Tannert schnelle Zeiten fuhr“, resümierte Griebel.
„Leider hatten wir gleich zu Beginn diesen unerklärlichen Reifenschaden, ohne etwas berührt zu haben“, haderte der Zwickauer im Ziel. „Davon abgesehen war unsere Fahrt sehr gut. Wir sind viele Bestzeiten gefahren und kamen etwas näher an Marijan Griebel heran. Es hat aber nicht gereicht, um ihn in seinem Wohnzimmer unter Druck zu setzen. Dazu ist er einfach zu clever“, lobte der Konkurrent aus Sachsen.
Selmikeit/Aulmann im Pech
Daneben waren drei weitere Teams mit pfälzischer Beteiligung im Fahrerfeld vertreten. Das größte Pech dabei hatte das Duo Oliver Selmikeit/Mariella Aulmann (Kaiserslautern/Oberwies). Schon nach den ersten Kilometern im „Westrich“ löste sich der Luftdruckschlauch und es gab vom Motor im Ford Fiesta R 2 T keine Leistung mehr. Die Behebung des Schadens dauerte rund acht Minuten. Damit war die angepeilte gute Platzierung in der Klasse der verbesserten Fahrzeuge bis 2000 Kubikzentimeter Hubraum außer Reichweite. Was folgte, waren acht Bestzeiten in dieser Klasse und die Erkenntnis, dass ohne dieses Malheur der Sieg möglich war.
Das Team Michael Ecker/Harald Korz (Hauptstuhl/Hauenstein) konnte das Programm im Honda Civic Type R problemlos abspulen und kam auf Rang drei. Platz drei gab es in der Klasse der Rallye-Cars bis 1600 Kubikzentimeter Hubraum für das Team Michael Schwall/Jasmin Wittemann (Hermeskeil/Freinsheim) im Suzuki Swift Sport. Noch zwei Läufe stehen in der deutschen Rallye-Meisterschaft auf dem Programm. Anfang August die ADAC-Rallye Stemweder Berg und Anfang September die ADAC-Ostsee-Rallye.