Kusel Maria-2.0 – Unterstützerinnen aus dem Kreis

Eine verfremdete Marien-Darstellung von Lisa Kötter, einer der Gründerinnen der Maria-2.0-Initiative.
Eine verfremdete Marien-Darstellung von Lisa Kötter, einer der Gründerinnen der Maria-2.0-Initiative.

Mit mehreren Aktionen bundesweit hat die Initiative Maria 2.0 am Sonntag auf Missstände in der katholischen Kirche hingewiesen. Im Dekanat Kusel gab es keine Aktionen, aber eine unterstützende Wortmeldung.

Inge Lütz, Vorsitzende des Pfarreirates Lauterecken, ist überzeugt, dass es zahlreiche Unterstützerinnen der Aktion gibt. Die Initiative Maria 2.0 fordert Zugang von Frauen zu allen kirchlichen Ämtern, die Aufhebung des Pflichtzölibats und eine umfassende Aufklärung von Missbrauchsfällen in der Kirche.

„Gleichberechtigung und Erneuerung der Kirche sind wichtige Themen“, betont Lütz. Sie erinnert daran, dass der Lektorendienst schon längere Zeit von Frauen ausgeübt werde, „aber erst jetzt wurde er legitimiert“. Von Diakonat oder Priesteramt für Frauen sei die Kirche allerdings noch weit entfernt, sagt die Pädagogin aus Oberweiler-Tiefenbach. Viele Frauen, die für Gleichstellung seien, hätten wie sie die Ausbildung zur Gottesdienstleiterin im Bistum Speyer absolviert und erhielten eine bischöfliche Beauftragung zum Halten von Wortgottesfeiern.

Gruppe in Kaiserslautern

Auch in der Pfarrei Kusel sind keine Aktionen oder Thesenanschläge gestartet worden, berichtet die Vorsitzende des Pfarreirates, Christa Kuhn. Sie ist Mitglied des Leitungsteams der Kuseler KfD-Gruppe, einem Zusammenschluss katholischer Frauen. KfD-Gruppen gibt es auch in Waldmohr und Breitenbach. Allerdings sind nach Angaben von Gemeindereferentin Christine Pappon auch dort keine Maria-2.0-Aktionen organisiert worden.

Dafür hingen am Wochenende an den Kirchtüren in Kaiserslautern Plakate mit Forderungen der Reformbewegung. Seit 2019 gibt es in Kaiserslautern eine örtliche Maria-2.0-Gruppe. Sie brachte auch ein Thesenpapier am Portal der Marienkirche an.