Neunkirchen
Maren Wolf startet Gemeindevikariat am Potzberg
Nach dem Abitur in Lauterecken 2013 startete Wolf gleich ins Theologiestudium in Mainz – allerdings „mehr als Experiment“, wie sie verrät. „Ich war direkt begeistert“, sagt die Vikarin. Die Frage nach einem anderen Berufswunsch habe sich gar nicht mehr gestellt.
Während des Studiums entschied sich Wolf, die aus dem Bereich der rheinischen Landeskirche stammt, für die Schwesterkirche in der Pfalz. Nach dem ersten Examen begann sie ihr Vikariat an der Grundschule Neunkirchen. Anschließend wechselte sie an das Paul-Schneider-Gymnasium nach Meisenheim.
Kirche spielte in ihrem Elternhaus eine wichtige Rolle, berichtet Wolf. Ihre Mutter sei lange Jahre Küsterin in Kappeln gewesen, als Kind sei sie regelmäßig in den Gottesdienst gegangen. Nach der Konfirmation schloss sich eine Phase an, in der sie nach eigenen Worten „überzeugte Atheistin“ war. Dies habe sich in der Oberstufenzeit und auch im Religionsunterricht verändert, als sie neues Interesse entwickelte und sich kritischen und offenen Diskussionen stellte. Über die Frage, warum Menschen glauben, sei sie selbst wieder zum Christentum gekommen, berichtet sie.
Musik und Showtanz
Wolf fühlt sich mit dem Nordpfälzer Bergland verwurzelt und würde gerne in der Region bleiben. Wichtig sind ihr eine kritische Auseinandersetzung mit dem Glauben sowie Gesprächsoffenheit, um Kirche den Menschen nahe zu bringen. In ihrer Freizeit besucht sie gerne Konzerte, hat ein Faible für Metal-Musik, aber schätzt auch Lieder aus dem evangelischen Gesangbuch. „Ich bin offen für alles“, sagt die 26-Jährige über ihren Musikgeschmack. Ein weiteres Hobby ist der Showtanz, den sie in der Gruppe Delight ausübt.