Lauterecken RHEINPFALZ Plus Artikel Mangelnder Umsatz: DRK schließt Sozialkaufhaus

Das Sozialkaufhaus bei seiner Eröffnung 2013.
Das Sozialkaufhaus bei seiner Eröffnung 2013.

Das DRK schließt sein Sozialkaufhaus in Lauterecken. Jetzt wollen die Kirchengemeinden gemeinsam nach einem Raum suchen, um das Angebot für Bedürftige am Leben zu erhalten. Starten soll dieses aber erst im neuen Jahr.

Für die Schließung des Sozialkaufhauses in Lauterecken gibt es laut Volker Zimmer, dem Kreisgeschäftsführer des DRK in Kusel, gleich mehrere Gründe: „Zum einen liegt es am mangelnden Umsatz. Wir schreiben seit Jahren keine schwarzen Zahlen in Lauterecken. Zum anderen geht die feste Mitarbeiterin der Filiale zum Ende des Jahres in den Ruhestand.“ Der Laden, der Ähnlichkeit mit einer kleinen Boutique gehabt habe, sei von der Bevölkerung zudem nie wirklich angenommen worden.

Durch Corona habe das Geschäft sowieso schließen müssen. Gründe für eine Wiedereröffnung gebe es nicht. Nach Angaben von Zimmer bietet das DRK Ausweichmöglichkeiten an: „Wir betreiben noch zwei weitere Stellen in Waldmohr und Kusel.“ Die Altkleidercontainer sollen allerdings in Lauterecken stehen bleiben.

Ökumenisches Projekt

„Ganz auf ein Sozialkaufhaus verzichten wollen wir einfach nicht“, sagt Pfarrer Christof Anselmann. Darum habe er sich mit Stadtbürgermeisterin Isabel Steinhauer-Theis und seinem evangelischen Kollegen Timo Schmidt besprochen und daraus ein ökumenisches Projekt gemacht. „Wir suchen momentan noch nach einem passenden Raum“, erklärt Anselmann.

Für den Anfang sollen Räume im katholischen Pfarramt als Ersatz für das Sozialkaufhaus dienen. Fünf Ehrenamtliche konnte Anselmann nach eigenen Angaben schon als Helfer mobilisieren. „Die Idee ist, den Raum einmal die Woche für zwei Stunden zu öffnen“, sagt er. Geplant sei, dass Bedürftige sich dann Kleider und andere Ware kostenlos an der Tür abholen können. An welchem Tag die Räume geöffnet werden sollen, kann er aber noch nicht sagen. „Das ist abhängig von den Helfern.“

Arbeit mit dem Aussortieren

Von einigen Bürgern seien bereits Kleiderspenden im katholische Pfarramt eingegangen. Da das Projekt aber wohl erst im kommenden Jahr startet, bittet der Pfarrer darum, mit Kleiderspenden noch zu warten. „Das Aussortieren ist eben die meiste Arbeit, und wir sind noch mitten in der Planung. Trotzdem sind wir für jede Hilfe dankbar“, sagt Anselmann. Wer Kleider spenden oder anderweitige Hilfe anbieten möchte, soll sich im neuen Jahr telefonisch beim katholischen Pfarramt melden.

Info

  • Kleiderspenden im neuen Jahr an das Pfarrbüro, Lautertalstraße 3, Telefon 06382 993286.
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