Kusel RHEINPFALZ Plus Artikel Linke mit Rudolf Uher in die Landtagswahl

Landtagskandidat Rudolf Uher.
Landtagskandidat Rudolf Uher.

Die Linke hat am Dienstag Rudolf Uher (66) aus Oberweiler-Tiefenbach als Direktkandidat für die Landtagswahl im Kreis Kusel nominiert.

13 von 30 Mitgliedern des Kreisverbandes Kusel waren nach Lauterecken gekommen und nominierten ohne Gegenstimme den Autosachverständigen, der seine Werkstatt in Kaiserslautern vor kurzem an seine Tochter übergeben hat. Uher gehört seit 15 Jahren der Partei an und will sich für eine bessere Internetversorgung und Straßensanierungen stark machen. „Nur mit einer anderen Infrastruktur beenden wir das Gerede von den Hinterwäldlern“, erklärte er und rief die Partei zur Geschlossenheit auf.

Streit um Delegiertenwahl

Dass die Konflikte der Vergangenheit noch nicht vergessen sind, dokumentierte ein Streit bei der Wahl der Delegierten für die Versammlung, bei der am 13. September in Kaiserslautern die Landesliste für die Bundestagswahl aufgestellt wird. Gewählt wurden die Kreisvorsitzende Alina Jurk (Odenbach) und Uwe Lischetzki (Lauterecken). Die Wahl war bereits im Juni durchgeführt worden, aber anschließend von Schatzmeister Klaus Raddatz (Rehweiler) vor dem Landesschiedsgericht der Partei angefochten worden. Raddatz ist der Meinung, dass die Einladungsfrist nicht eingehalten worden ist und beklagte sich mehrmals, dass er von den beiden übrigen Vorstandsmitgliedern Alina Jurk und Denise End (Herschweiler-Pettersheim) stets aus Prinzip überstimmt werde. Aus Protest nahmen Raddatz und sein Mitstreiter Manfred Schmitt (Etschberg) an den Abstimmungen nicht teil.

Buschbaum und Ulrich fordern Geschlossenheit

In einem emotionalen Vortrag rief Simone Buschbaum (Rehweiler) die Mitglieder zur Geschlossenheit auf: „Klimaschutz, Arbeitslosigkeit, Corona, es gibt so viele Baustellen, da müssen wir endlich die Gräben der Vergangenheit zuschütten und die jungen Leute einbinden, um in Rheinland-Pfalz wieder in Richtung der fünf Prozent zu kommen.“

Auch der anwesende Bundestagsabgeordnete Alexander Ulrich (Reichenbach-Steegen) appellierte an die Mitglieder, nach vorne zu schauen: „In Kusel sind in den vergangenen Jahren doch immer andere Genossen schlecht gemacht worden. Das ist parteischädigend und muss aufhören.“

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