Lauterecken RHEINPFALZ Plus Artikel Lena Weber wagt mit eigener Nähwerkstatt den beruflichen Neuanfang

Wagte mit ihrer Nähwerkstatt den beruflichen Neuanfang: die 34 Jahre alte Lena Weber.
Wagte mit ihrer Nähwerkstatt den beruflichen Neuanfang: die 34 Jahre alte Lena Weber.

Die Großmutter hat in Lena Weber die Leidenschaft fürs Nähen geweckt. Einen eigenen Laden zu eröffnen, blieb dennoch viele Jahre ein Traum. Vor etwa einem Jahr machte sich die 34-Jährige doch selbstständig und betreibt nun ihre Nähwerkstatt am Veldenzplatz.

„Die Hose sitzt wie angegossen“, sagt Karin Meyer aus Lauterecken zu Lena Weber. Die 34 Jahre alte Weber betreibt am Veldenzplatz „Lena’s Nähwerkstatt“. Eigentlich hätte im restaurierten, denkmalgeschützten Gebäude am Veldenzplatz ein Café seine Türen öffnen sollen. Doch daraus wurde nichts. Weber kann und wird es vermutlich egal sein. Denn sie hat im Erdgeschoss des historischen Gebäudes den perfekten Raum für ihr Geschäft gefunden. Hier ändert sie Kleider, kreiert neue Kleidungsstücke bis Größe XXL und bietet Accessoires und Deko-Artikel zum Kauf an. Ihr Credo lautet: alles handgemacht.

Mit ihrer Großmutter, einer Schneiderin, hatte Weber als junges Mädchen häufig an der Nähmaschine gesessen. Als diese starb, verabschiedete sich die Leidenschaft fürs Nähen in einen Dornröschenschlaf, der vor einiger Zeit mit einem Nähkurs beendet wurde. Dass die 34-Jährige das ursprüngliche Hobby zum Beruf machte, hat auch mit der Corona-Pandemie zu tun. Zunächst nähte sie Mund-Nasen-Bedeckungen für die Familie, dann für Freunde und, und, und. Da die Nachfrage – auch nach Kleidung – größer wurde, meldete sie ein Gewerbe an, verkaufte Waren von zu Hause aus, ehe der Entschluss fiel, einen Laden zu eröffnen.

Beruflicher Neuanfang

Die gelernte Rechtsanwaltsfachangestellte hatte zuletzt im Fitnessstudio Wolfstein eine Festanstellung. Diese Stelle mit all ihren Sicherheiten zu kündigen, sei nicht leicht gewesen, jedoch war ihr klar: „Wenn nicht jetzt, wann dann?“ Sie wagte den Schritt in die Selbstständigkeit und hat es nicht bereut. Schon früher habe sie den Traum gehegt, ein Kleidergeschäft zu führen, nun fertige sie die Kleidung sogar selbst an.

Nach einem holprigen Start in der Lautertalstraße – dort gab es keine Laufkundschaft – entschied sie sich für den Umzug an den Veldenzplatz. Das sei „die beste Entscheidung“ gewesen, betont die 34-Jährige. Denn hier fänden immer wieder Kunden den Weg in den Laden mit seinen rund 100 Quadratmetern Fläche. Hier bietet Weber farbenfrohe Mode zum Verkauf an, nutzt die Räume aber auch, um ihre Kreationen zu nähen. Obgleich sie im Geschäft das Gros alleine stemmt, erhalte sie Rückendeckung und Hilfe von der Familie, beispielsweise bei handwerklichen Fragen oder auch beim jüngsten Umzug.

Etliche Stoffe vorhanden

Die Kundschaft sei bunt gemischt und komme nicht nur aus der unmittelbaren Umgebung. Auch Kunden aus Kaiserslautern habe sie bereits bedient sowie oder den einen oder anderen Urlauber. Auch „der Opa, der für Enkel Kleidung besorgt“, schaue im Laden vorbei. Es gibt auch eine Ecke mit Geschenkideen, Tischdecken, Platzsets, Leseknochen und einigem mehr. Auch Kleinigkeiten, wie individuell bestickte Schlüsselanhänger sind erhältlich. Kundin Karin Mayer lobt das breite Angebot. Insbesondere hochwertige Kinderkleidung sei in der Umgebung kaum erhältlich, betont die Kundin.

Da sie etliche Stoffe im Laden zur Verfügung habe, könne sie gewünschte Stücke individuell anfertigen, schildert Weber, die sich zudem einen weiteren Wunsch erfüllt habe: den Kauf einer Stickmaschine. Damit könne sie nicht nur Kleider besticken, sondern auch personalisierte Taschen mit Wunschmotiven.

Öffnungszeiten

Montag, Mittwoch und Samstag, 9.30 bis 13 Uhr; Dienstag, Donnerstag und Freitag, 9.30 bis 12.30 Uhr sowie von 14 bis 17 Uhr.

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