Lauterecken
Lautertalstraße: Ab Herbst Sanierung von Turnerheim bis B 270
Dass die Lautertalstraße seit vielen Jahren in einem miserablen Zustand ist, bezweifelt niemand. Daher hat im Frühjahr die Stadt bereits begonnen, ihren Part sanieren zu lassen. Dem soll sich voraussichtlich ab Herbst nahtlos der nächste Bauabschnitt anschließen – nämlich jenes Teils ab der Cronenberger Straße zur B 270, der als Kreisstraße klassifiziert ist. Voraussichtlich im Frühjahr kommt dann die Cronenberger Straße selbst dran, die ebenfalls Teil der Ortsdurchfahrt der Kreisstraße 39 ist.
Beide Abschnitte haben beileibe nicht nur den löchrigen Asphalt im Blick. Auch die Gehwege müssen dringend saniert werden – soweit es überhaupt welche gibt. Der fehlt nämlich in manchen Streckenabschnitten komplett. Das soll sich mit dem Ausbau ändern, weswegen auch die Stadt mit 470.000 der insgesamt 1,36 Millionen Euro Kosten mit im Boot sitzt. Der Stadtrat habe dem Kreis als Baulastträger den Vortritt gelassen, sagte Stadtbürgermeisterin Isabel Steinhauer-Theis im Kreisausschuss, doch werde die Planung nun baldmöglichst auch im städtischen Gremium vorgestellt.
Die Straße soll künftig durchgehend eine Breite von 5,50 Meter haben – genug, damit ein Lastwagen und ein Auto aneinander vorbeifahren können. Für die Gehwege ist eine Breite von 1,50 Meter vorgesehen. Allerdings wird es vor allem in der Cronenberger Straße wegen hoher Böschungen nicht möglich sein, durchgehend auf beiden Seiten einen Gehweg zu haben.
Auf ein besonderes Problem machte Herwart Dilly in der Diskussion aufmerksam: Wenn schon stadtauswärts der Gehweg an den bereits ausgebauten Weg Richtung Lohnweiler angeschlossen werden solle, dann wäre es sinnvoll, diesen noch ein Stück breiter zu machen. Denn dieser Weg werde von Radfahrern wie Fußgängern gleichermaßen genutzt. Da könnten 1,50 Meter womöglich nicht reichen. Und da dieser Weg zumindest in Teilen an der B 270 entlangführe, müsste hier der Landesbetrieb Mobilität für die Kosten aufkommen. Der LBM will das prüfen.
Nach modernen Maßstäben und behindertengerecht ausgebaut werden soll auch die Bushaltestelle an der Lautertalstraße. Die Kosten sind hier mit 21.000 Euro geschätzt, wobei die Planer als Kostenträger „den ÖPNV“ sehen. Dem widersprach Helge Schwab. Wenn eine Bushaltestelle ausgebaut werde, sei das Sache der Stadt, die dann wiederum mit 60 oder 85 Prozent bezuschusst werde. Einen „Kostenträger ÖPNV“ jedenfalls gebe es nicht.
Der Kreisausschuss hat ebenfalls am Montag die Arbeiten für die Deckensanierung der K 8 in Börsborn in Auftrag gegeben. Weil ohnedies Kanalarbeiten notwendig würden – Sache der Verbandsgemeinde –, könne man das gleich miterledigen. Von den 730.000 Euro Gesamtkosten entfallen damit auf den Kreis nur 56.000.