dart RHEINPFALZ Plus Artikel Lauterecken: Die Veldenz-Dartdevils gewinnen auf Anhieb die Meisterschaft

Die Veldenz-Dartdevils mit Pfeilen und guter Laune: (von links) Benedict Nagel, Mario Müller, Markus Neumann, Thomas Schreiner,
Die Veldenz-Dartdevils mit Pfeilen und guter Laune: (von links) Benedict Nagel, Mario Müller, Markus Neumann, Thomas Schreiner, Florian Graf und Stefanie Bornträger.

Nach einer Unterbrechung von mehr als zwei Jahrzehnten gibt es in Lauterecken wieder einen Dartclub. Der vor einem Jahr gegründete Club Veldenz-Dartdevils hat die erste Saison im Deutschen Sportautomatenbund gespielt und gleich eine Meisterschaft gefeiert.

Bis Ende der 1990er Jahre gab es schon einmal einen Dartclub in der Veldenzstadt. Die Darter nannten sich damals Kellergeister. Die Initiative zu einem neuen Dartclub ging vom ehemaligen Kellergeist Mario Müller aus. Er lud sich vor etwas mehr als einem Jahr regelmäßig zwei Freunde zu Hause zum Dartspiel ein. Den Dartautomaten hatte er von einer Odenbacher Gaststätte günstig erworben. Und die Dartfreunde bestätigten den wohlbekannten Spruch: Treffen sich drei Deutsche, dann gründen sie einen Verein. Die Dartfreunde hatten an dem Spiel dermaßen viel Spaß, dass sie einen Dartclub gründen wollten. Dies war jedoch mit Hindernissen behaftet: In ihrer Stammkneipe Veldenzschenke, in der sie ihrem Sport nachgehen wollten, gab es keinen Dartspielautomaten. Wirt Pipe Petric musste überzeugt werden, einen solchen anzuschaffen. „Wir mussten viel Überzeugungsarbeit leisten“, erinnert sich Müller. Zunächst habe der Wirt Bedenken gehabt, da er befürchtete, andere Gäste könnten sich von der Geräuschkulisse der Darter belästigt fühlen. „Wir haben aber nicht locker gelassen.“ Schließlich willigte Wirt Pipe ein, und damit war eine Voraussetzung zur Clubgründung erfüllt. Schnell wurden weitere Dartfreunde gefunden, und der Dartclub Veldenz-Devils konnte gegründet werden.

Treffpunkt Stammkneipe

Vorsitzender ist der ehemalige „Kellergeist“ Mario Müller, sein Stellvertreter Markus Neumann. Dem Dartclub gehören acht Mitglieder an, und alle sind aktive Spieler. Dies sind, in Klammer ihre Spielernamen, Markus Neumann (Volltreffer), Mario Müller (The Triplemaker), Benedict Nagel (Nagelsmann), Thomas Schreiner (Steelhammer), Florian Graf (Flo), Stefanie Bornträger (De Drache), Stephen Müller (Snake) und Malte Köhl (Ersatzmann). Seitdem treffen sich die Darter jeden Samstagabend in ihrer Stammkneipe, um dem Dartspiel nachzugehen. Während der Saison finden die Verbandsspiele alle zwei Wochen statt. Am spielfreien Wochenende wird in der Veldenzschenke trainiert.

Vor seiner ersten Saison hatte sich der Veldenz-Dartclub ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: „Wir wollten Meister in der C-Klasse werden.“ Dieses Ziel haben die Lauterecker Dartfreunde auch überzeugend erreicht. Zum Saisonfinale hatten sie ein Heimspiel und den Tabellenführer, die zweite Mannschaft des Dartclubs Zur alten Welt aus Reichsthal zu Gast. Der Sieger der Begegnung würde die Meisterschaft gewinnen. Der Neuling siegte mit 15:3 und machte damit gleich in der ersten Saison den Aufstieg perfekt. Auch in der Einzelwertung räumten die Veldenz-Devils ab. Erster wurde Markus Neumann vor Mario Müller. Auf den fünften Rang kam zudem Florian Graf.

Es weht ein anderer Wind

„In der B-Klasse wird es aber schwerer“, so Müller. Aus diesem Grund lautet das neue Saisonziel Klassenerhalt. In der C-Klasse werde das Spielsystem 301 – Single Out gespielt. In der B-Klasse hingegen das Spielsystem 501 – Doppel Out, was viel schwieriger sei. Es müssen somit die viel kleineren Doppel- oder Triplefelder getroffen werden, um ein Spiel zu beenden. Dass in der neuen Liga ein anderer Wind weht, hat sich gleich im ersten Saisonspiel bestätigt.

Im Vereinslokal Veldensschenke empfingen die Veldenz-Dartdevils am Samstag die erste Mannschaft des Dartclubs Zur alten Welt und mussten gleich eine 7:11 Niederlage hinnehmen. „Spielentscheidend war die mangelnde Treffsicherheit auf die Doppel- oder Triplefelder. Daran müssen wir noch arbeiten“, sagte „The Triplemaker“ Mario Müller. Es ist also genau dies eingetreten, was befürchtet wurde. Bester an diesem Abend war „Volltreffer“ Markus Neumann. Er konnte, wie schon in der Runde zuvor, überzeugen und erreichte die meisten Punkte seiner Mannschaft.

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