Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel Kuseler Bezirksligisten im Aufstiegs- und im Abstiegskampf

David Becker (links), der Spielertrainer des TuS Bedesbach-Patersbach, hält trotz Platz zwei in der Bezirksliga nichts von Aufst
David Becker (links), der Spielertrainer des TuS Bedesbach-Patersbach, hält trotz Platz zwei in der Bezirksliga nichts von Aufstiegsträumen.

Der TuS Schönenberg hat den erhofften Dreier im Kellerduell der Bezirksliga verpasst, Bedesbach-Patersbach grüßt von Platz zwei. Vom Aufstieg wird aber noch nicht geredet.

Leider ergab sich aus dem Sechs-Punkte-Spiel gegen Kellerkind SV Gundersweiler aus der Sicht des TuS Schönenberg nur eine Punkteteilung. Letztlich ist jeder Punkt aber auch ein gewonnener Zähler für das Team aus Schönenberg, das in der Bezirksliga Westpfalz gegen den Abstieg kämpft. Nun gilt es, sich gegen Aufsteiger SV Katzweiler zu behaupten.

„Zu Beginn hat man gemerkt, wie viel Druck auf den Jungs lastet“, blickt TuS-Trainer Maksim Ackermann auf die Anfangsphase der vergangenen Partie gegen den SV Gundersweiler zurück. Es schlich sich der ein oder andere Fehler zu viel ein. Und somit stand es nach 25 Minuten bereits 0:2. Aber mit zunehmender Spieldauer fand der TuS in die Partie hinein und konnte noch vor der Pause egalisieren. „Wir wollten unbedingt die drei Punkte mitnehmen“, betont Ackermann. Aber auch im zweiten Abschnitt startete der TuS mit einer Portion an Ehrfurcht zu viel. Vier Minuten nach der Pause waren die Schönenberger wieder ein Tor im Hintertreffen. Doch Ackermann konnte sich auf den Kampfgeist seiner Schützlinge verlassen. Und letztlich holte der TuS einen Punkt. „Im Endeffekt hat der Punkt keiner der Mannschaften weitergeholfen, da sich der Abstand auf die Nichtabstiegsplätze nicht verringert hat“, lautet Ackermanns doch etwas ernüchterndes Fazit.

Großer Abstand auf Nichtabstiegsrang

Der Abstand auf Gundersweiler bleibt nach der Punkteteilung derselbe. 17 Punkte erspielten sich die Gundersweilerer in der aktuellen Saison. Beim Kuseler Bezirksligist sind es derweil nur 14. Und der Abstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz beträgt stolze 13 Punkte. „Rechnerisch ist noch alles möglich“, betont Ackermann. Und es gilt, alles daran zu setzen, nicht abzusteigen. „Dies bleibt bis Saisonende unser Ziel“, führt der Interimstrainer weiter aus.

Nun geht es darum, gegen den SV Katzweiler wieder eine gute Leistung auf den Platz zu bringen. Im Hinspiel gewann der Lautrer Aufsteiger noch mit 5:2. Somit gibt es für Schönenberg noch eine kleine Rechnung zu begleichen.

„Bepas“ gut im Rennen

Beim TuS Bedesbach-Patersbach wollte es zum Saisonstart noch nicht richtig laufen. Kurzzeitig stand der Bedesbach-Patersbach sogar auf einem Abstiegsplatz der Bezirksliga. Saisonziel war allerdings, unter die besten Fünf zu kommen. Jetzt nimmt das Punkten allerdings schier kein Ende mehr. Rang zwei lautet die aktuelle Position, welche mit vier Punkten in beide Richtungen recht abgesichert wirkt. Ist der Aufstieg also nun doch ein Thema?

Mit 2:1 setzte sich die Mannschaft unter der Leitung von Spielertrainer David Becker am vergangenen Wochenende gegen die TSG Wolfstein-Roßbach durch. Beim Kuseler Bezirksligaderby fanden die „Bepas“ aber alles andere als gut in die Partie. „Wir können froh sein, dass wir mit nur einem Tor Rückstand in die Pause gegangen sind“, betont Becker. Aber umso positiver fällt sein Fazit der zweiten Hälfte aus. In dieser stellte sein Cousin Felix Becker mit zwei Treffern auf 2:1 und drehte damit die Partie. „Ich muss den Hut vor der Mannschaft ziehen“, hält Becker zufrieden fest. Denn ein Spiel in Wolfstein zu drehen tituliert er als „Mammutaufgabe.“

„Kirche im Dorf lassen“

39 Punkte konnte der TuS Bedesbach-Patersbach bislang sammeln. Der Abstand auf Primus Trippstadt beträgt vier Punkte. Becker hält in Sachen Aufstieg von allzu großer Euphorie allerdings nicht sonderlich viel. „Wir sollten die Kirche im Dorf lassen“, hält er überzeugt fest. Der volle Fokus liegt auf seinem Team und dem nächsten Spiel. „Wir können nur unsere eigene Leistung beeinflussen.“

Und in diesem Sinne geht es jetzt darum, sich optimal auf die Partie gegen den FC Rodalben vorzubereiten. In der Hinrunde trennten sich beide Mannschaften mit 2:2-Unentschieden. „Die haben sehr gute individuelle Spieler und stehen als Mannschaft geschlossen zusammen“, analysiert Becker den anstehenden Gegner. Zum jetzigen Stand sind alle Spieler an Bord. Somit werden die „Bepas“ mit voller Kapelle auflaufen.

Ernüchterung bei „Rowos“

Bei der TSG Wolfstein-Roßbach herrschte nach dem Derby gegen Bedesbach-Patersbach ein Stück weit Ernüchterung. Es waren zwei grundverschiedene Halbzeiten, welche die Zuschauer am vergangenen Sonntag sahen. Am Ende gewann der Gast mit 2:1. „Wir spielen eine ganz starke erste Halbzeit, setzen den Gegner früh unter Druck und zwingen ihn zu Fehlern. Auch hatten wir viele gute Chancen, treffen den Pfosten und verschießen einen Elfmeter. Führen aber trotzdem mit 1:0. Und dann geben wir das Heft total aus der Hand und verlieren am Ende leider nicht unverdient. Das war sehr bitter“, blickt „Rowo“-Spielertrainer Johannes Schell zurück.

Bei nun sieben Zählern Rückstand auf dem zweitplatzierten TuS verbietet sich fürs Erste der Blick Richtung Tabellenspitze. Vielmehr gelte es, die eigenen Hausaufgaben zu erledigen. Und die nächste Aufgabe wäre die beim VfR Kaiserslautern, welcher als Zweiter in das neue Jahr ging, in der Winterpause aber bekanntermaßen fast seine komplette Mannschaft verloren hat und nun mit der ehemaligen A-Klasse-Truppe in der Bezirksliga kickt. „Die können schon auch Fußball spielen. Aber trotzdem müssen wir dort einfach gewinnen“, gibt Schell vor.

Schaffen die „Rowos“ es, den dominanten Auftritt vom letzten Sonntag statt nur über 45 Minuten nun auch über die volle Spielzeit zu zeigen, sollte ein Erfolg auf dem Erbsenberg allemal im Bereich des Möglichen liegen. Personell plagen die TSG voraussichtlich keine großen Sorgen.

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