Fußball
Kuseler Bezirksliga-Derby unter umgekehrten Vorzeichen
Mit einem Sieg könnte der TuS Bedesbach-Patersbach sein frisch ausgerufenes Ziel bereits am Sonntag erreichen. Eine Maximalausbeute gegen die schon sicher abgestiegenen Schönenberger würde Platz zwei sichern – und den Druck auf Primus Trippstadt erhöhen. Das Kuseler Bezirksliga-Duell steigt um 16 Uhr in Schönenberg-Kübelberg.
In der Vorwoche fuhren die Bepas einen souveränen 5:0-Erfolg gegen Fehrbach ein. Schon früh avancierte Mittelfeldmotor Tobias Daniel zum Dosenöffner. Noch vor der Pause erhöhte er auf 2:0. Nach Wiederanpfiff stellten die Bepas in regelmäßigen Abständen auf 5:0. Somit stehen nun 57 Punkte auf dem Konto der Blau-Weißen. Spitzenreiter Trippstadt liegt vor diesem Spieltag nur noch zwei Zähler entfernt. Denn die TSG schaffte vorigen Sonntag gegen Katzweiler nur ein Unentschieden.
Defensivumstellung der Bepas hat sich bewährt
Ganze elf Punkte beträgt derweil der Bepas-Vorsprung auf Rang drei. Mit einem Sieg gegen Schönenberg wären sie angesichts der dann noch zu verbleibenden nur drei Partien nicht mehr vom zweiten Platz zu verdrängen. „Wir wollen am Sonntag Platz zwei sicherstellen“, betont daher Spielertrainer David Becker. Dafür kann er personell wahrscheinlich aus dem Vollen schöpfen. Denn auch Kevin Hebel ist inzwischen wieder fit.
In der frühen Phase dieser Spielzeit war die Verteidigung noch ein großes Bepas-Makel – vielmehr die Anzahl an Gegentoren. Am zehnten Spieltag standen bereits 22 Gegentore auf dem Konto der Bepas. Nun ist der 26. Spieltag vorbei – und es sind nur elf „Buden“ hinzugekommen. Beckers Mannschaft hat mit 33 Gegentoren den geringsten Wert der Liga. Dieser positiven Entwicklung liegt eine Systemumstellung zugrunde. Es hatte sich herausgestellt, dass sich das System der Dreierkette nicht bewährt hatte. „Im Nachgang hat das vermehrt zu einer Verunsicherung geführt“, räumt Becker ehrlich ein. „Durch die Umstellung haben wir mehr Selbstvertrauen bekommen.“ Gerade er als Verteidiger freut sich besonders über die aktuell stabile Defensivarbeit.
Becker warnt vorm frei aufspielenden Gegner
Die Schönenberger sind bereits sicher abgestiegen und haben nichts mehr zu verlieren. Das ist laut Becker aber nicht unbedingt ein Vorteil für seine Mannschaft. „Es kann auch ein Vorteil sein, wenn man sich keinen Druck mehr machen muss“, betont der Spielertrainer und warnt in diesem Zusammenhang vor dem frei aufspielenden Konkurrenten.
Beim Vorletzten sollte es in der Vorwoche wieder nicht klappen. Mit 1:4 unterlag das Team unter der Leitung von Timo Molter und Maksim Ackermann in Rodalben. Der Gegner rückte damit auf Rang drei vor. Aber auch ein Sieg hätte an der Ausgangslage des TuS Schönenberg nichts ändern können. Der Abstieg ist fix. Für die Schönenberger gilt es, gegen den Kuseler Konkurrenten einen starken Auftritt hinzulegen und ihn im Aufstiegsrennen ein wenig zu ärgern.
„Rowos“ sind bei FCK-Portugiesen gefordert
Die TSG Wolfstein-Roßbach rutschte durch die 1:3-Heimniederlage gegen den SV Alsenborn zuletzt in der Tabelle um einen Platz auf Rang vier ab. „Wir haben uns bemüht, hatten zum Beispiel direkt nach den ersten beiden Gegentreffern gute Chancen. Aber am Ende wollte uns an diesem Tag nicht allzu viel gelingen. Zudem waren wir durch mehrere Ausfälle geschwächt“, blickt Spielertrainer Johannes Schell zurück.
Das Ziel für die Restspiele bleibt klar: Man will auch weiter möglichst viele Punkte holen. Am Sonntag gastieren die „Rowos“ bei den FCK-Portugiesen auf dem Fröhnerhof. Deren Ausgangslage ist durchaus ähnlich: Als Sechster mit drei Punkten weniger stehen sie jenseits von Gut und Böse. „Da wartet noch mal ein richtiges Brett auf uns. Es ist ja bekannt, dass die Portugiesen vor allen Dingen individuell eine richtig gute Truppe sind“, sagt Schell. „Wir wollen aber selbst gut dagegenhalten, unsere Stärken auf den Platz bringen und nicht ohne Punkte nach Hause fahren.“ Inwiefern sich die personelle Lage mit Blick auf das Sonntagsspiel verbessert, dazu konnte Schell zur Wochenmitte noch nichts zu sagen.