Lauterecken
Kultur-Juli: Fortsetzung möglich
„Alles in allem durchwachsen, aber wir sind nicht unzufrieden“, bilanziert Thomas Schütz, der gemeinsam mit Bruder Matthias die Firma „Schütz Sound & Light“ betreibt. Ob sich der Kultur-Juli für die Schütz-Brüder gerechnet habe, könne man noch nicht sagen. „Das wird wohl eine knappe Nummer“, befürchtet Thomas Schütz im Gespräch mit der RHEINPFALZ.
„Manche Veranstaltungen waren gut besucht, andere hingegen weniger – was zum Teil auch dem schlechten Wetter geschuldet war“, erklärt Schütz. Zudem seien wohl viele auch noch zögerlich, in Coronazeiten auszugehen. „Ich kann das nachvollziehen. Aber wir haben uns an alle Beschränkungen gehalten und unser Konzept so aufgestellt, dass sich eigentlich niemand anstecken konnte“, berichtet der Organisator.
Am besten besucht gewesen seien die Auftritte des Komikers Sven Hieronymus, auch bekannt als „Rocker vom Hocker“, und der „Anonyme Giddarischde“ mit jeweils rund 130 Besuchern. Bei anderen Bands blieb der Besucherzuspruch allerdings hinter den Erwartungen zurück.
Positive Resonanz
„Bei ,Eiszeit’ zum Beispiel – immerhin die größte Peter-Maffay-Coverband Europas und dementsprechend teuer zu buchen – waren nur rund 40 Leute da“, bedauert Schütz. Allerdings sei das Wetter an dem Tag auch sehr schlecht gewesen. „Wir mussten das Konzert zwischenzeitlich sogar unterbrechen, weil ein Gewitter über Lauterecken zog“, erinnert sich der Veranstalter.
Die Rückmeldungen der Besucher seien aber durchweg positiv gewesen, berichtet Schütz. Und nicht nur die: „Auch von den Bands wie beispielsweise von den ,Anonyme Giddarischde’ haben wir viel Lob für die Organisation bekommen“, freut sich der Veranstalter.
Trotz der durchwachsenen Bilanz kann sich Schütz vorstellen, die Reihe fortzusetzen. „Wir wussten ja von vorneherein, dass wir – wenn überhaupt – nicht viel Gewinn machen werden“, relativiert der Veranstalter. „Wir wollten aber etwas für die Region tun. Und ich denke schon, dass sich das Konzept etablieren kann – spätestens wenn wir Corona hinter uns haben und wir wieder mehr Zuschauer reinlassen dürfen.“
Kleines Heimatfest
Der Kultur-Juli ist zwar vorbei, auf dem Festplatz wird aber am kommenden Samstag noch einmal gefeiert. „Die Verantwortlichen der Stadt haben uns gefragt, ob wir nicht noch ein Heimatfest im kleinen Rahmen ausrichten könnten. Und weil auf dem Platz sowieso noch alles steht, haben wir gern zugesagt“, berichtet Schütz.
Der Platz werde dafür genauso bestuhlt wie bei den Veranstaltungen des Kultur-Juli. „Aber die Leute müssen natürlich nicht stur sitzen bleiben – man darf selbstverständlich aufstehen und sich bewegen. Platz genug ist da. Es sollten nur nicht alle gleichzeitig vor der Bühne stehen“, ergänzt der Organisator.
Für die Musik wird die Formation „Acoustic Nation“ sorgen. „Das ist eine Band aus dem Raum Kaiserslautern, in der auch der Musiker Mario Diehl mitspielt, den manche vielleicht als Teil der Partyband ,Magic’ kennen“, berichtet Schütz.
Info
- Der Eintritt zum Heimatfest-Open-Air ist frei. Los geht es um 20 Uhr, Einlass ist ab 19 Uhr.