Nebenbei bemerkt
Kolumne zum Wochenende: Von Ort zu Ort im Kuseler Land
Als ich kürzlich unseren Spieleschrank aufgeräumt habe, fiel mir eine kleines gelb-schwarzes Kästchen in die Hand: Ein Memory der lustigsten Ortsnamen Deutschlands. Gespielt haben wir es tatsächlich noch nie – aber schon so manches mal rausgekramt und ordentlich gelacht über Elend, Linsengericht, Katzenhirn oder Irrendorf.
Klar ist es nicht verwunderlich, dass es bei 98 Gemeinden und den noch viel mehr eingemeindeten Orten einige Namen im Kreis Kusel gibt, die da durchaus rankommen. Den einen oder anderen hier zu nennen, darf ich mir sicherlich rausnehmen, habe ich als Mackenbacher doch schon einige Sprüche über den Namen meines Heimatorts gehört – und dies meist mit Humor nehmen können. Denn nein, wir haben nicht alle eine Macke.
Wer Dillje auf der Landkarte sucht ...
Sind denn alle aus Reichweiler reich? Reden alle aus Langweiler nur uninteressantes Zeug? Haben die Essweilerer auch anderes als Nahrungsaufnahme im Kopf? Sind Blaubacher und Haschbacher auch mal nüchtern anzutreffen? Und dann ist da ja auch noch Rammelsbach ...
Vor allem Besuchern fallen solche Besonderheiten ja auf, die einem hier im Alltag gar nicht wunderlich vorkommen. Da ich gerne mit Gästen im Kuseler Land zum Wandern unterwegs bin, werde ich immer wieder auf die Ortsnamen angesprochen. Vor allem auch auf die pfälzische Aussprache derer – etwa Aalekaje, für Altenkirchen im Südkreis. Dann halte ich auch gerne mal die Landkarte hin und lasse nach Dillje suchen. St. Julian als dieses identifiziert hat natürlich noch niemand.
Warum ich nun, da ich meine letzte Kolumne für die Westricher Rundschau schreibe, von Ortsnamen erzähle? Weil die vielen (kleinen) Orte eines der Dinge sind, die das Arbeiten hier besonders machen – interessant, aber auch schwierig. Da den Überblick zu behalten, sich erst mal zurecht zu finden, ist gar nicht einfach.
Danke für viele Einblicke!
In sechseinhalb Jahren in der Redaktion – zuerst auf halber Stelle und seit zwei Jahren in Vollzeit – habe ich die allermeisten Orte zumindest einmal durchfahren. Von Altenkirchen bis Welchweiler, von Waldmohr bis Buborn, von Breitenbach bis Rothselberg. Was für ein Glück, dass ich gerne Auto fahre!
Natürlich war das Ziel einer jeden Fahrt, Menschen zu treffen. Mehr zu erfahren darüber, was sie bewegt, wie sie ticken, was sie antreibt – oder auch verärgert. Und so danke ich hiermit allen, die mir in den vergangenen Jahren Einblicke gewährt haben und mich diesen abwechslungsreichen, spannenden Job stets haben gerne ausüben lassen!