Hinzweiler RHEINPFALZ Plus Artikel Kita-Erweiterung: Villa Winzig wächst gewaltig

Statt ein- künftig zweigruppig: die Kita Villa Winzig in Hinzweiler.
Statt ein- künftig zweigruppig: die Kita Villa Winzig in Hinzweiler.

Die Kindertagesstätte Villa Winzig in Hinzweiler wird bald schon fast doppelt so groß sein wie bisher. Da der Bedarf an Kita-Plätzen gestiegen ist, hatte der Gemeinderat eine Erweiterung der bis dato eingruppigen Einrichtung beschlossen. Die Bauarbeiten starteten im Sommer 2021. Ein Ende ist bereits in Sicht.

Um allen Kindern der fünf Einzugsgemeinden – Oberweiler im Tal, Horschbach, Elzweiler und Welchweiler – einen Platz bieten zu können, wurde ein Anbau errichtet. Im Anbau werden sich neben einem Gruppenraum auch ein Schlafraum, Kindertoiletten, eine Wickelanlage, ein Spielflur sowie eine zusätzliche Personaltoilette befinden, berichtet Ortsbürgermeister Gunter Suffel. Ursprünglich waren die Kosten auf 320.000 Euro veranschlagt, die Nachbargemeinden beteiligen sich an der Investition. Die kalkulierte Summe aber werde nicht zu halten sein, sagt Suffel voraus.

Die Kostensteigerungen seien für Kommunen „sehr schwierig“ zu bewältigen. Die Kalkulation werde wohl hinten und vorne nicht aufgehen, aber „man muss da durch, es muss weitergehen“. Ganz aktuell hat Suffel eine Information zur Beleuchtung erreicht – der ursprüngliche Kostenrahmen „reicht leider bei Weitem nicht“, nennt er ein Beispiel.

Verzögerungen bei fast jedem Gewerk

Doch nicht nur Preissteigerungen, auch Lieferengpässe haben vor der Erweiterung nicht Halt gemacht. Gestartet wurden die Bauarbeiten im vergangenen Sommer. Als der Rohbau fertig war, musste auf Holz fürs Dach gewartet werden. „Bei fast jedem Gewerk gab es Verzögerungen“, berichtet Suffel. Mal lag es am Material, mal schlug Corona bei den Handwerkern zu.

Einweihungstermin wackelt noch

Daher ist es auch noch nicht sicher, ob die einmal ins Auge gefasste Einweihung im September tatsächlich erfolgen wird. Aktuell wird Fußboden verlegt, die Türen müssen noch geliefert und eingebaut werden, die Beleuchtung muss installiert und die Endmontage der Waschbecken und Toiletten erfolgen. Dann fehle nur noch das Mobiliar. Bestellt ist es bereits, ob es zeitig kommt, wird sich zeigen.

Ohne Möbel wolle der Rat die Einweihung nicht begehen. „In normalen Zeiten, vor Corona, wäre man vielleicht schon eingezogen“, sagt der Ortsbürgermeister, jedoch könne man im Vergleich mit anderen Baustellen nicht meckern.

Überbelegung genehmigt

Mehr Kinder bedeutet automatisch auch höherer Personalbedarf. Dafür sei die Verwaltung zuständig. „Erzieher sind nicht so dick gesät, wie man sich das wünschen würde“, dennoch ist Suffel zuversichtlich, dass das benötigte Personal gefunden wird. „Es wäre hart, würde es daran scheitern.“ Aktuell besuchen 30 Kinder die Einrichtung. Bis zu 25 Kinder dürften pro Gruppe aufgenommen werden, doch im vergangenen Jahr sei die Genehmigung erteilt worden, fünf Kindern zusätzlich Platz zu bieten, berichtete Suffel. „Das hat sich dann aber hoffentlich in zwei Monaten erledigt.“

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