Thallichtenberg RHEINPFALZ Plus Artikel Kindernachricht Nils Nager: Mit Streuobstwiese gegen Kohlenstoffdioxid

Die Streuobstwiese wurde am Veldenz-Wanderweg in der Nähe von Burg Lichtenberg angelegt.
Die Streuobstwiese wurde am Veldenz-Wanderweg in der Nähe von Burg Lichtenberg angelegt.

Es ist nicht immer einfach, sorgsam mit unserem Planeten umzugehen. Viele Dinge, die Menschen in ihrem Alltag tun, schaden der Umwelt. Eine neue Streuobstwiese in der Nähe der Burg Lichtenberg soll darauf aufmerksam machen, wie wichtig Klimaschutz ist.

Umweltverschmutzung passiert, wenn Menschen beispielsweise zu oft für kurze Strecken das Auto benutzen und dabei dreckige Abgase in die Luft blasen. Oder wenn Plastikmüll unachtsam in der Natur landet. Treiben Plastikfolien von Getränkepackungen im Wasser oder liegen auf der Wiese, können sich Tiere daran verletzen. Die Tiere verwechseln das Plastik dann zum Beispiel mit Essen.

Auch Menschen leiden, wenn Kohlendioxid die Luft verschlechtert. Diesen schädlichen Stoff kennst Du vielleicht von Auto- oder Fabrikabgasen. Chemiker kürzen den Namen von Kohlenstoffdioxid mit CO2 ab. Er verursacht Schäden in unserer Atmosphäre, wodurch Hitzeperioden entstehen können. Durch die Wärme und den fehlenden Regen können Pflanzen kaum wachsen und Bauern ernten weniger.

Zu Fuß statt mit dem Auto

Um sich das schädliche Verhalten ins Bewusstsein zu rufen, haben die Mitarbeiter der Kreisverwaltung vergangenes Jahr bei einer Klima-Fit-Aktion mitgemacht. In Kursen haben sie gelernt, wie sie ihren Tag klimafreundlicher gestalten können. Viele Mitarbeiter haben vier Wochen aufs Auto verzichtet und sind zu Fuß oder mit dem Rad zur Arbeit gekommen. Beim Kochen haben sie Zutaten aus der Region benutzt. Denn: Müssen Produkte nicht aus fremden Ländern hierher transportiert werden, verringert das Abgase und damit Kohlenstoffdioxid. Insgesamt 1,2 Tonnen CO2 haben die Kreisverwaltungsmitarbeiter in den vier Wochen eingespart.

Damit das Klima auch dauerhaft von dieser Aktion beeinflusst wird, hat die Kreisverwaltung nun eine Streuobstwiese mit 15 Bäumen in der Nähe der Burg Lichtenberg angelegt. Auf der großen Wiese wurden unterschiedliche Obstbaumarten wie Äpfel, Birnen und Kirschen gepflanzt. Obst anzubauen, bietet gleich mehrere Vorteile.

Bäume wie ein Luftfilter

Erstens: Bäume ziehen das schädliche CO2 aus der Luft und wandeln es in Sauerstoff um. Den brauchen Lebewesen zum Atmen. Die Bäume wirken wie ein Luftfilter. Zweitens: Viele Insekten finden auf der Wiese nicht nur einen Lebensraum, sondern auch Nahrung. Hier werden keine chemischen Mittel auf die Pflanzen gespritzt, die die Insekten fernhalten sollen oder ihnen schaden.

Drittens: Wenn die Bäume in acht bis zehn Jahren Früchte tragen, darf sich jeder daran bedienen. Wenn Du häufiger mit deiner Familie auf dem Veldenz-Wanderweg unterwegs bist, solltest Du immer wieder nach der Streuobstwiese Ausschau halten. Dann könnt Ihr beobachten, wie sich die jungen Pflanzen entwickeln. Demnächst werden noch Info-Tafeln aufgestellt, sodass Du dort noch vieles zum Thema Klimaschutz lernen kannst.

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