Wolfstein
Kindergarten Hinzweiler künftig in Trägerschaft der Verbandsgemeinde ?
Damit entspricht das Gremium dem Wunsch der Gemeinde Hinzweiler, die, wie berichtet, den Vertrag mit dem bisherigen Träger, der protestantischen Kirchengemeinde, zum 31. August nächsten Jahres gekündigt hat. Für Verbandsbürgermeister Andreas Müller ist der Wunsch der Gemeinde nachvollziehbar. In Trägerschaft der Verbandsgemeinde verbessere sich die Position der Gemeinde, was Entscheidungen angehe. Das bestätigte auch Uwe Welker (SPD). Die Gemeinde könne dann selbst über Anschaffungen und Investitionen entscheiden. „Sie kann damit unmittelbar Einfluss nehmen“, sagte Welker. Daher wolle man der Gemeinde bei ihrem Wunsch auch nicht im Wege stehen: „Wir sind für unsere Gemeinden da.“
Müller: Es profitieren beide
Peter Kriese (CDU) machte auf den Mehraufwand für die Verwaltung aufmerksam, sein Parteikollege Matthias Wappner wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass genügend Personal für diese Aufgabe zur Verfügung gestellt werden müsse. Die Mehrarbeit aber ist laut Müller gering. Die angestrebte Konstellation sei weder für die Gemeinde noch die Verbandsgemeinde von Nachteil. Die Verbandsgemeinde habe dadurch zwar einen etwas größeren Verwaltungsaufwand, aber keine Mehrkosten – was auch Philipp Gruber, Ortsbürgermeister von St. Julian, unterstrich: „Die Kosten bleiben bei der Gemeinde.“ Insgesamt, so argumentierte Müller, profitierten beide, die Verbandsgemeinde insbesondere in Bezug auf die Personalsituation, da sie bereits Träger der Kindergärten in Hefersweiler und Kreimbach-Kaulbach sei. „Das macht Vertretungen in den Einrichtungen leichter“, sagte Müller. Einigkeit herrscht darüber, dass bei künftigen Anfragen zur Übernahme der Trägerschaft aus Gleichbehandlungsgründen keine Ablehnung möglich ist.
Bedenken, der christliche Glaube könne wegen des Wechsels von der kirchlichen hin zur weltlichen Trägerschaft leiden, teilt Müller nicht. Auch in weltlichen Einrichtungen würden die kirchlichen Feiertage und Feste beachtet und gefeiert. Er selbst sei Christ.
Autos für die Feuerwehren
Mehrere Feuerwehreinheiten sollen neue Fahrzeuge bekommen. Vorbehaltlich der Zustimmung des Verbandsgemeinderates soll der Bürgermeister die Aufträge vergeben. So soll die Stützpunktwehr in Lauterecken ein Löschfahrzeug (HLF10) bekommen – der günstigste Preis liegt bei rund 300.000 Euro. 195.000 Euro kosten die beiden Kleinlöschfahrzeuge (mit Wassertank) für die Wehren in Grumbach und Relsberg. Dass die Feuerwehr Glanbrücken ein Tragkraftspritzenfahrzeug mit Wassertank erhalten soll, wurde schon 2017 beschlossen, nun geschieht es auch. Dabei handelt es sich um ein Vorführfahrzeug zum Preis von 150.000 Euro.