Lauterecken RHEINPFALZ Plus Artikel Kinderfilmtour im Veldenzschloss: Von einem Königreich ohne Ritter

Gespannte Aufmerksamkeit. Gleich geht’s los.
Gespannte Aufmerksamkeit. Gleich geht’s los.

20 Kinder hatten am Mittwochnachmittag ihren Spaß. Bei Popcorn verfolgten sie im Veldenzschloss begeistert den Film „Justin – völlig verritter“. Anschließend wurden Holzschwerter gebastelt.

Ein spannendes Nachmittagsprogramm wartete auf die 20 Kinder im Veldenzschloss in Lauterecken. Aber als sie um 13 Uhr eintrafen, wussten sie nur, dass ein Film gezeigt wird. Dem Abiente des Schlosses entsprechend wurde der Kinderfilm „Justin – völlig verritter!“ aufgeführt. Dessen Protagonist, Justin, lebt in einem Königreich ohne Ritter. Er selbst möchte jedoch in die Fußstapfen seinen Großvaters, seinerzeit ein tapferer Ritter, treten. Auf dem Weg zu diesem Ziel warten eine Menge Gefahren und Abenteuer auf ihn.

Dass der Ritterfilm thematisch zu dem Veranstaltungsort, dem Veldenzschloss, passt, ist kein Zufall. Vielmehr ist diese Kombination das Konzept von „Popcorn im Maisfeld“, einer Kinder- und Jugendfilmtour, die der Verein medien.rlp anbietet.

Die Kinder wurden von den Sozialarbeitern Annette Junkes und Daniel Hübner, sowie den Vertretern von medien.rlp Thea Rohn und Sascha Bolte. Außerdem war Stadtbürgermeisterin Isabel Steinhauer-Theis zur Eröffnung anwesend. Alle erhielten Popcorn und Caprisonne, um in „Kinostimmung“ zu kommen. Dann startete der Film. Zu diesem gab es nach der Aufführung ein passendes Rahmenprogramm. Es wurden Holzschwerter gebastelt und ein Glücksrad aufstellt, an dem die Kinder kleine Preise gewinnen konnten. Zusätzlich standen Kratzbilder zum Film zur Verfügung.

Ort und Thema im Einklang

Für die Veranstaltung sollen Lokalität und Thema im Einklang stehen, auch soll es ein Ort sein, an denen die Kinder in ihrem Alltag selten seien und in deren Nähe es keine Kinos gibt, erklärt Thea Rohn. Und so viel die Wahl auf das Veldenzschloss in Lauterecken. Thea Rohn und Sascha Bolte sind bei den Kinder- und Jugendfilmtouren vor Ort und gestalten gemeinsam mit den lokalen Ansprechpartnern das Programm. Dazu gehört neben der Filmwahl auch die pädagogische Nachbesprechung. Außerdem stellt medien.rlp das nötige Equipment sowie die Lizenzen kostenfrei zur Verfügung. Der Verein wird vom rheinland-pfälzischen Familien- und Jugendministerium gefördert, das Projekt Popcorn im Maisfeld zusätzlich von der Stiftung Medienkompetenz Forum Südwest.

Da die Kinotour nur während der Herbstferien stattfindet, sind die Termine begrenzt. Die Auswahl der Standorte beruht vor allem auf der Originalität der Räumlichkeiten. Dass in diesem Jahr das Veldenzschloss auserkoren wurde, liegt auch an der guten Zusammenarbeit des Jugendbüros und der Stadtbürgermeisterin, der es wichtig sei, Leben in das Schloss zu bringen und Kindern ein Programm bieten zu können.

Innerhalb der Verbandsgemeinde Lauterecken-Wolfstein findet die Kinderkinotour bereits zum zweiten Mal statt. 2014 diente das Kalkbergwerk in Wolfstein als Veranstaltungsort.

Mit einem solchen Andrang wie in diesem Jahr habe jedoch keiner gerechnet, berichtet Annette Junkes. Es habe fast doppelt so viele Anfragen wie mögliche Plätze gegeben, pflichtet ihr Daniel Hübner bei. Doch das sei dieses Jahr nicht ungewöhnlich, denn die Nachfrage sei an allen Standorten sehr groß gewesen, erklärt Thea Rohn. Sie begründet das damit, dass es eine der wenigen Veranstaltungen sei, die dieses Jahr wegen der Pandemie überhaupt hätte stattfinden können. „Außerdem ist Kino ein Erlebnis, die Kinder sind immer aufgeregt und es kommt gut an“, ergänzt sie.

Ein „cooler“ Film

Diesen Eindruck konnte man auch in Lauterecken während der Filmpause gewinnen. Die elfjährige Emma aus Rothselberg fand den ersten Teil des Films spannend und hofft auf ein gutes Ende. Der zehnjährige Jannis aus Merzweiler und der neunjährige Julian aus Grumbach waren gemeinsam auf der Veranstaltung. Auch sie fanden den Film „cool“ und freuten sich außerdem besonders auf das Glücksrad.

Und auch dem Geschwisterpaar Selma, acht Jahre, und Salem, elf Jahre, gefällt das Programm sehr. Sie sind begeisterte Kinofans und lieben Popcorn. Selma bastelt obendrein gerne. Wie auch die anderen Kinder würden sie nächstes Jahr wieder zum Kinderkino kommen.

Für nächstes Jahr haben Annette Junkes und Daniel Hübner bereits Pläne, diese sind aber noch geheim.

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