Wolfstein RHEINPFALZ Plus Artikel Kein höheres Defizit trotz Corona

Die Einnahmen sind im Wolfsteiner Freibad coronabedingt gesunken – die Ausgaben allerdings auch.
Die Einnahmen sind im Wolfsteiner Freibad coronabedingt gesunken – die Ausgaben allerdings auch.

Das coronabedingte Ausnahmejahr mit verkürzten Öffnungszeiten und weniger Besuchern schlägt sich in den Schwimmbadbilanzen nieder – jedoch werden die vorab eingeplanten Verluste in etwa gleich bleiben. Das wurde im Werksausschuss der VG Lauterecken-Wolfstein deutlich.

Für das Wolfsteiner Freibad wurde mit einem Verlust von 398.000 Euro, für das Rüllbergbad mit einem Defizit in Höhe von 219.800 Euro gerechnet. Im Königsbergbad Wolfstein wurden statt der erwarteten 39.000 Besucher nur 12.473 verzeichnet, im Rüllbergbad statt 18.000 nur 3160. In Wolfstein wurden rund 16.000 Euro – nur ein Viertel der Vorjahreseinnahmen – erzielt, im Rüllbergbad waren es 5500 Euro und damit sogar nur ein Fünftel im Vergleich zum Vorjahr.

Allerdings sind in beiden Bädern durch verkürzte Öffnungszeiten auch die Ausgaben gesunken, wodurch die Mindererträge wohl kompensiert werden könnten.

Baugenehmigung verzögert

Der Verbandsgemeinderat hatte im März einem Neubau für die Mitarbeiter der Verbandsgemeindewerke in der Kläranlage Lauterecken zugestimmt. Die Kosten hierfür sollen sich auf rund 730.000 Euro belaufen. Durch Corona hat sich die Baugenehmigung verzögert, da ein Ortstermin zum Brandschutz lange nicht stattfinden konnte.

Zwischenzeitlich ist die Baugenehmigung zwar eingegangen, allerdings entsteht durch die Brandschutzmaßnahmen im Alt- und Neubau ein Mehraufwand in Höhe von rund 67.000 Euro, wie Planer Hagen Bojak erläuterte.

Anhand einer Aufstellung zeigte er zudem, dass die favorisierte Holzständerbauweise die günstigste Variante sei, weil sie mit relativ kurzer Bauzeit und weniger Einschränkungen vor Ort verbunden sei.

Weitere Themen

  • Im Wolfsteiner Schwimmbad neigen sich die Umbauarbeiten im Personalbereich dem Ende zu, mit dem Kiosk soll bald gestartet werden. Um einen möglichen großen Wasserschaden zu vermeiden, muss im Keller ein undichtes Rohr für rund 5500 Euro repariert werden.
  • 2008 wurde das Klärbecken der Kläranlage Hefersweiler erneuert, 2019 beanstandete die SGD die verminderte Durchflussmenge. Um die Auflagen der SGD zu erfüllen, werden Aufwendungen in Höhe von 25.000 Euro fällig.
  • Seit ein, zwei Jahren bestünden in Jettenbach „erhebliche Probleme“ mit der Druckerhöhungsanlage, die dafür sorgt, dass der Wasserdruck auch in den Höhenlagen gut ist. Statt zahlreiche Kleinigkeiten zu erneuern, sei es ratsam, eine neue Anlage zu kaufen. Diese wird mit 29.700 Euro zu Buche schlagen.
  • Neue Pumpen für rund 12.500 Euro werden für das Regenüberlaufbecken in Rutsweiler/Lauter nötig. Jene von 1984 sind defekt, wie sich nach dem letzten Regen zeigte. Aktuell erfolgt die Entleerung mittels Provisorium.
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