Kreis Kusel Kälteeinbruch: Straßenmeisterei mit Feuchtsalz im Einsatz
Laut der Polizei in Kusel und Lauterecken kam es, bis auf kleinere Unfälle mit geringen Sachschäden, zu keinen größeren Vorkommnissen. Auch der Verkehr mit den Schulbussen lief größtenteils reibungslos. Das Siebenpfeiffer-Gymnasium in Kusel teilte auf Anfrage mit, dass lediglich eine Buslinie aus Richtung Bosenbach am Morgen ausgefallen sei. Die Kinder hätten aber die Möglichkeit gehabt, eine Stunde später mit der nächsten Linie zu fahren und dementsprechend später zum Unterricht zu kommen. Auch das Veldenz-Gymnasium in Lauterecken berichtete auf Anfrage von vereinzelten Ausfällen oder Verspätungen im Busverkehr – gerade bei Linien aus höheren Lagen.
Das Salz muss kleben
Der fast reibungslose Verkehr trotz ungünstiger Wetterlage war jedoch nicht nur Glück. Die Mitarbeiter der Straßenmeisterei haben da einen großen Anteil daran. Gerhard Bell von der Straßenmeisterei in Kusel und Wolfstein erklärt, wieso: „Der Eisregen war für 22 Uhr gemeldet. Wir haben bereits um 17 Uhr begonnen, großflächig zu streuen.“
Gestreut wurde nicht nur bloßes Streusalz. „Wir nehmen immer ein Feuchtsalz. Also ein Gemisch aus Salz und einer ganz speziellen Lauge“, sagt Bell. Dieses chemische Gemisch sorge dafür sorgen, dass das Salz auf der Straße hafte. „Sonst wird das Salz von den Fahrzeugen verteilt und verlagert sich am Straßenrand.“
Der frühe Einsatz der Straßenmeisterei und die Salzlage auf der Straße hätten ihre Wirkung nicht verfehlt: „Der Regen konnte auf der Straße nicht so ein Eis bilden.“ Trotzdem spricht Bell von einer „markanten Wettersituation“. Es sei ungewöhnlich, dass Regen auf bereits gefrorenen Boden treffe bei so niedrigen Temperaturen. „Und dazu kam ja noch der Schnee in der Nacht“, sagt er.
Schnee am Freitag erwartet
Der Schneefall, der die ganze Nacht angedauert habe, sei auch der Grund gewesen, wieso die Fahrzeuge des Winterdienstes nicht wie üblich nur bis in die Abendstunden, sondern die ganze Nacht hindurch unterwegs waren. „Gefrierender Regen und Schnee – das sind klare Gefahrenstellen. Wir wollten Unfälle in unserem Gebiet vermeiden.“
Insgesamt 450 Kilometer Straßen im Kreis Kusel muss die Straßenmeisterei mit dem Winterdienst abfahren und sichern. „Gestern waren wir dabei mit insgesamt 16 Fahrzeugen unterwegs. Jeweils acht in Kusel und in Wolfstein“, sagt Bell.
Die restliche Woche sieht der Meister der Straßenmeisterei entspannt entgegen. Es sei kein weiterer Kälteeinbruch zu befürchten. „Aber bei der anhaltenden Nässe und den Temperaturen muss natürlich immer damit gerechnet werden. Wir sind in jedem Fall vorbereitet und gewissenhaft m Einsatz.“ Schnee soll es zunächst übrigens nicht mehr geben. Erst zum Ende der Woche werde wieder Schneefall erwartet.