Reichweiler RHEINPFALZ Plus Artikel Investorengruppe will Gewerbegebiet in Reichweiler erschließen

Hier soll das Gewerbegebiet Reichweiler entstehen.
Hier soll das Gewerbegebiet Reichweiler entstehen.

Es könnte recht flott gehen: Im Gewerbegebiet Reichweiler könnten schon in gut einem Jahr erste Bauarbeiten erfolgen. Eine Investorengruppe plant, das Gelände zu erschließen.

Der Gemeinderat habe im Januar einer Vereinbarung hinsichtlich des Gewerbestandortes zwischen der A62 und der L349 einstimmig gebilligt, bestätigt Ortsbürgermeister Eric Tuerlings der RHEINPFALZ. Wenn die erforderlichen Planungsschritte zügig erfolgten, könnten die Erschließungsarbeiten auf dem Areal im Frühjahr 2023 beginnen, gibt sich Tuerlings optimistisch.

Eine Investorengruppe unter Führung der Landgraf Group beabsichtige, das Gelände zu erwerben und auch in eigener Regie zu erschließen, erläutern Marcel Keidel, Wirtschaftsförderer der Verbandsgemeinde Kusel-Altenglan, und Reichweilers Ortsbürgermeister. Wie Tuerlings ergänzt, sei die Ortsgemeinde finanziell nicht in der Lage, das in direkter Nachbarschaft zur Defence Service Logistics (DSL) Freisen gelegene Gewerbegebiet selbst zu erschließen.

Erweiterung möglich

Derzeit weist der Flächennutzungsplan in der Gemarkung Reichweiler ein Gewerbegebiet mit einem Umfang von knapp sechs Hektar aus. Erweiterungen gelten nach den entsprechenden Standort- und Umweltprüfungen als möglich. Schon 2019 hatte der Gemeinderat Reichweiler eine Anfrage für eine Photovoltaikanlage unterhalb der A62 abgelehnt. Die Begründung damals: Diese Fläche werde für ein Gewerbegebiet zusammen mit dem saarländischen Nachbarkreis St. Wendel favorisiert.

Die Landgraf Gruppe hat ihren Sitz in Gensingen (Kreis Mainz-Bingen). Das von Klaus Landgraf geführte Familienunternehmen ist seit 30 Jahren auf Serviceleistungen im Logistikbereich spezialisiert. Mit der Tochtergesellschaft Depotpack bietet das Unternehmen neben Transport und Lagerung auch Dienstleistungen wie Konfektionierung, Kommissionierung, Werbemittel, Retouren, sowie Ersatzteillogistik.

Weitere Interessenten

Weitere Interessenten für den Standort Reichweiler sind den Angaben zufolge die ITL Transportmaschinen GmbH aus Freisen, die Gabelstapler, Lagertechnik, Hebebühnen und Reinigungsgeräte anbietet, die Spezialwerkstatt GSK GmbH aus Oberkirchen sowie der Brennholzhandel Wahl.

Im Dezember hatte der Verbandsgemeinderat Kusel-Altenglan beschlossen, mit der Änderung des Flächennutzungsplanes die planungsrechtlichen Voraussetzungen für das geplante Gewerbegebiet Schellweiler zu schaffen. Es umfasst eine Fläche von rund 26 Hektar in den Gemarkungen Ehweiler und Schellweiler. Mit dem Immobilienentwickler Panattoni hat die Verbandsgemeinde die exklusive Vermarktung von mehr als 14 Hektar dieses Gewerbegebietes vereinbart.

x