Handball RHEINPFALZ Plus Artikel HWE Erbach-Waldmohr lässt nicht locker und setzt sich ab

Kämpft sich durch: Tim Eder von der HWE erzielte vier Tore.
Kämpft sich durch: Tim Eder von der HWE erzielte vier Tore.

Den ersten Saisonsieg feierte die HWE Erbach-Waldmohr mit einem 28:19 (11:8) gegen den HC Dillingen/Diefflen II. Dabei hatte der HC mit dem SV Bous vorher ein starkes Verbandsliga-Team klar besiegt (22:16).

Oben mitspielen wollte Trainer Dirk Alles in der Verbandsliga mit der HWE Erbach-Waldmohr und eine neue Mannschaft formen – das scheint zu gelingen.

Bei den Hallensportarten ist zurzeit eher der Basketball im Fokus. Die Mannschaft um Kapitän Dennis Schröder, kürzlich zum besten Spieler des WM-Turniers gekürt, wurde vor wenigen Tagen Weltmeister. Den Schwung wollen die Basketballer mitnehmen, während die Handballer fieberhaft die Werbetrommel für die Handball-Europameisterschaft rühren. Denn die findet im kommenden Jahr vom 10. bis 28. Januar in Deutschland statt. Neben Düsseldorf, München, Berlin, Hamburg, Köln ist dann auch Mannheim einer der Austragungsorte.

Heiner Brand fragte leise an

Die EM gewann Deutschland letztmals im Jahr 2016, damals mit Trainer Dagur Sigurdsson. Zuvor hatte Deutschland mit Heiner Brand 2004 die Europameisterschaft gesichert. Eben dieser Heiner Brand, lange Jahre Trainer der deutschen Nationalmannschaft, heute eher als Experte vor der Fernsehkamera zu finden, hatte auch mal den Kontakt zu HWE-Trainer Dirk Alles aufgenommen. Das allerdings war während der aktiven Karriere des mittlerweile 59 Jahre alten HWE-Trainers. 25 Jahre lang spielte er in der Regionalliga in Wiebelskirchen und Spiesen, war sogar zwei Jahre in der 2. Bundesliga für den VfL Pfullingen aktiv, stand dort mit Markus Baur auf dem Feld, der 2007 Weltmeister mit der deutschen Nationalmannschaft wurde. Den Sprung in die 1. Bundesliga allerdings hatte sich Alles damals nicht zugetraut, auch wenn Brand mal leise bei ihm angefragt hatte.

Nach dem Karriereende widmete sich Alles der Schiedsrichterei, war auch als Trainer beim TV Homburg tätig, blieb aber immer mit der HWE Erbach-Waldmohr verbunden und half schon in der vergangenen Saison aus, als der damalige Trainer Daniel Thum berufsbedingt nicht vor Ort sein konnte.

Schwer ins Spiel gekommen

Am Samstag gegen den HC Dillingen/Diefflen II tat sich die Mannschaft von Alles zuerst schwer. Wie schon beim Auftakt, dem 23:23 gegen die MSG HF Illtal II, hatte Erbach-Waldmohr zu Beginn Schwierigkeiten, in die Partie zu kommen. Mit 4:6 lag sie im Hintertreffen (14.). Im Gegensatz zum Saisonauftakt berappelte sich die Alles-Sieben dann etwas früher, noch vor der Halbzeit. Der Ausgleich gelang in der 21. Spielminute durch den Rückraumschützen Stefan Marx (7:7). Danach ließ die HWE nicht mehr locker, setzte sich bis zur Pause bereits mit drei Toren ab.

Peter Jungbluth ungemein treffsicher

Die Vorentscheidung folgte unmittelbar nach der Pause. Die HWE legte gehörig zu, setzte sich auf 19:11 ab (42.). Insbesondere Rückraumspieler Peter Jungbluth zeigte sich ungemein treffsicher. „Für mich ist er einer der Führungsspieler“, hatte Alles schon vor der Saison gesagt. Dem ließ der HWE-Toptorschütze Taten folgen, traf insgesamt 13-mal in die Maschen, fünfmal davon per Siebenmeter. Mit bis zu zehn Toren führte die HWE zwischenzeitlich (24:14, 50.), ließ das Team von Trainer Michael Ditzler nicht mehr herankommen.

Am kommenden Samstag (20 Uhr) folgt mit dem Auswärtsspiel bei der DJK Oberthal eine der schwersten Aufgaben. Oberthal hat zum Saisonauftakt gleich beide Spiele gewonnen und hatte im Vorjahr lange Zeit um den Aufstieg mitgespielt und am Ende den dritten Platz in der Verbandsliga belegt.

x