Kreis Kusel
Hoffnungsläuten für Trost und Ermutigung
Als ökumenisches Zeichen soll das abendliche Läuten der Kirchenglocken um 19.30 Uhr dienen. Die Gläubigen sind eingeladen, einen Moment inne zu halten und „sich im Gebet mit den Erkrankten und Besorgten, Ärzten sowie Pflegenden, aber auch mit allen zu verbinden, die für unsere Sicherheit und Versorgung da sind“, heißt es in dem Aufruf.
Positive Rückmeldung
In der katholischen Pfarrei Kübelberg werde in allen Kirchen, in denen es möglich ist, um 19.30 Uhr geläutet, berichtet Dekan Michael Kapolka. Ansonsten werde das Läuten in den Pfarreien unterschiedlich gehandhabt. So wird laut Kapolka in der Pfarrei Lauterecken nur teilweise geläutet. Das liege daran, dass in vielen Kirchen keine Programmierung möglich sei und täglich jemand zur Kirche gehen müsste. „In anderen Kirchen wird in Absprache mit der evangelischen Kirche um 18 Uhr geläutet.“ Die Rückmeldungen von Gemeindemitgliedern seien durchweg positiv: „Es wird als schönes Zeichen wahrgenommen“, sagt Kapolka.
Im protestantischen Dekanat Kusel beteiligt sich nach Auskunft von Dekan Lars Stetzenbach der Großteil der Kirchengemeinden am Hoffnungsläuten. Einen genauen Überblick hat er allerdings nicht. Einige haben wohl nur am Anfang der Aktion im Frühjahr mitgemacht. „Manche berichten mir auch vom täglichen Gesang auf dem Balkon oder am Fenster – ähnlich wie beim ersten Lockdown“, fügt Stetzenbach hinzu.
Kerze als Hoffnungslicht
Keinen Überblick haben die Kollegen im Dekanat Homburg, welche Gemeinden mitmachen. Homburg beteilige sich. Im Dekanat An Alsenz und Lauter ist Jettenbach unter anderen mit von der Partie. Die Kirchengemeinde mit ihren Dörfern Jettenbach, Bosenbach, Niederstaufenbach und Kollweiler beteilige sich seit 2. Dezember bis Ende des Jahres jeden Mittwoch um 19.30 Uhr am ökumenischen Hoffnungsläuten, berichtet Pfarrer Norman Roth. „Wer möchte, kann zusätzlich eine brennende Kerze am Fenster oder vor der Haustür als sichtbares Hoffnungslicht aufstellen.“
Im Kirchenkreis Obere Nahe nimmt Pfeffelbach nicht teil, um die Menschen durch Geläute außer der Reihe nicht zu verunsichern.