Lauterecken RHEINPFALZ Plus Artikel Hinter der Tür lauert das Grauen – Rätselspiele zu Halloween im Jugendtreff

Für eine etwas gruselige Atmosphäre hatten die Mitarbeiter des Jugendtreffs gesorgt. Den Kindern gefiel das Rätselspiel in der „
Für eine etwas gruselige Atmosphäre hatten die Mitarbeiter des Jugendtreffs gesorgt. Den Kindern gefiel das Rätselspiel in der »Geistervilla«.

Ungewohnt düster war es am Freitag im Jugendtreff in Lauterecken. Selbstgebastelte Grabsteine zierten die Treppe zum Eingang. Wer die Stufen zur Geistervilla hochstieg, auf den warteten spannende Rätsel.

Hinter der Tür lauerte das Grauen in Gestalt einer verkleideten Annette Junkes. Da die alljährliche Gruselparty wegen der Pandemie abgesagt wurde, hat sich die verantwortliche Sozialpädagogin gemeinsam mit ihren Kollegen Daniel Hübner und Manuela Müller etwas ganz Besonderes für Halloween ausgedacht. Ein sogenanntes Escape Game wurde für die Kinder vorbereitet. Dabei mussten sie in mehreren Räumen Rätsel lösen. Bei richtiger Antwort ergab sich eine Zahlenkombination, mit der an der letzten Station eine Truhe geöffnet werden konnte. Hierin verbargen sich Süßigkeiten und eine kleine Überraschung für jedes Kind.

Spinnweben und Gespenster

„Das Grundgerüst des Escape Games stammt aus dem Internet, allerdings muss es mit Leben gefüllt werden“, erklärte Junkes. Dafür wurde der Jugendtreff in eine schaurige Villa verwandelt. Spinnenweben, Gespenster und gruselige Verkleidungen wirkten durch abgedunkelte Fenster und unheimliche Musik umso mehr auf die kleinen und größeren Teilnehmer. In tagelanger Detailarbeit wurden die Zimmer auf die Rätsel abgestimmt. Aus Toilettenpapierrollen wurden beispielsweise Fledermäuse, die als Verstecke für Hinweise dienten.

Unterstützt wurden Junkes, Hübner und Müller von mehreren ehrenamtlichen Helfern. Dazu zählen auch die Zwillinge Anna und Sina Ockert. Die beiden übernehmen seit Jahren Aufgaben im Jugendtreff. „Ich bin Feuer und Flamme für Gruseliges“, sagte Anna Ockert. Ihr Kostüm habe sie selbst genäht. Sie sei begeistert von dem Escape Game und freue sich, ihrem Faible nachgehen zu können.

Diese Begeisterung sprang auch auf die Kinder über. Die zehnjährigen Jannis Dragun und Maximilian Schneider waren die Ersten, die in eintreten durften. Die Rätsel seien „schwierig, aber machbar“ und die Räume „ein bisschen gruselig“, meinten sie selbstbewusst. Sie zeigten sich sicher, dass sie die Rätsel lösen und die Truhe öffnen werden.

Insgesamt 24 Anmeldungen von Zehn- bis 14-Jährigen habe es gegeben, berichtete Junkes. Dass die Veranstaltung momentan stattfinden konnte, lag vor allem an dem Hygienekonzept. Zum einen seien die Kinder in Zweier- und Vierergruppen eingeteilt. Jede Gruppe erhielt nur zu einer festen Uhrzeit Zutritt. Für alle Gruppen war etwa eine Stunde zum Lösen eingeplant, dazwischen wurde regelmäßig gelüftet und desinfiziert. Da die Kinder kontrolliert von einem Raum zum nächsten geleitet wurden und der Ausgang über die Nottreppe erfolgte, fand kein Kontakt zwischen den Gruppen statt.

Wenn das Angebot angenommen werde und es den Kindern, werde man daran auch nach der Pandemie festhalten und es möglicherweise erweitern, deutete Junkes an. Der Kreativität seien keine Grenzen gesetzt.

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