Wolfstein
Haustechnik des Verwaltungsgebäudes in Lauterecken wird auf Vordermann gebracht
Gegenüber dem Hauptplan steigen sowohl Erträge (plus 687.195 Euro) wie auch Aufwendungen (plus 521.571 Euro). Im Ergebnishaushalt ergibt sich nach der neuen Festsetzung statt eines Defizits von rund 200.00 Euro ein Überschuss von knapp 26.000 Euro – eine Entwicklung, die Verbandsbürgermeister Andreas Müller als „sehr erfreulich“ bezeichnete. Für Investitionen ist eine Summe von 5,4 Millionen eingeplant. Es handele sich dabei um langfristig geplante Maßnahmen. Das Volumen der Investitionskredite steigt von 1,4 Millionen auf rund drei Millionen Euro. Das Volumen der Liquiditätskredite wurde von 41 auf 43 Millionen Euro (inklusiv der Eigenbetriebe) erhöht.
Technisch aufrüsten
Im Verwaltungsgebäude Lauterecken, errichtet 1974/75, sind die Versorgungsleitungen, EDV und Lichttechnik veraltet. Teilweise fehlen effektive Heizkörper und auch in den Brandschutz muss investiert werden. Die Kosten sind auf rund 404.00 Euro belaufen, wie das Ingenieurbüro Stoll, Otterberg ermittelt hat. Für die Umrüstung auf LED-Technik sind Zuschüsse zwischen 25 und 30 Prozent zu erwarten. Der Rat stimmte den Erneuerungen einstimmig zu und beauftragte das Ingenieurbüro für alle weiteren Planungen. Der Bürgermeister ist zur Auftragsvergabe bevollmächtigt, sofern der Kostenrahmen nicht um mehr als zehn Prozent überschritten wird.
Lautertalbahn ertüchtigen
Der Verbandsgemeinderat unterstützt die Resolution der Verbandsgemeinde Otterbach-Otterberg, die Lautertalbahn zu ertüchtigen, da auch viele Bürger aus der Region Lauterecken-Wolfstein die Zugverbindung nutzen, um nach Kaiserslautern zu kommen. Außerdem soll eine Machbarkeitsstudie zur Reaktivierung der früheren Glantalbahn zwischen Lauterecken und Staudernheim auf den Weg gebracht werden. Müller sieht die Reaktivierung dieses Streckenabschnitts als „ganz wichtig für die Region“ an.
Höher als erwartet seien die Zuwendungen vom Land an die Kommunen in Höhe von 1,2 Millionen zur Ankurbelung der Wirtschaft ausgefallen. Nach Corona müsse der Umweltschutz weiter vorangetrieben werden, sagte Müller, der für di Einstellung eines Klimaschutzmanagers plädierte. Die Position werde im ersten Jahr mit 90 Prozent bezuschusst.
Herwart Dilly (FWG) berichtete, dass Forstamtsleiterin Gabi Kleinhempel signalisiert habe, dass die Forsteinrichtungswerke fristgerecht fertig seien und so der Start des Zweckverbandes zum Beginn des kommenden Jahres möglich wäre. Uwe Krönert (FDP) erkundigte sich nach dem „Sorgenkind Hirschhorn“. Nach aktuellem Stand sollen die Arbeiten zum Ferienbeginn abgeschlossen sein und die B 270 geöffnet werden.
Müller dankte den zahlreichen Ehrenamtlichen, die in allen 41 Gemeinden der Verbandsgemeinde die Versorgung der älteren Mitbürger sicherten. „Das funktioniert hervorragend, auch auf dem flachen Land.“ Außerdem verpflichtete Müller ohne den sonst üblichen Handschlag zwei neue Ratsmitglieder. Markus Christian (SPD) rückte für Harald Weber nach, der inzwischen in Diensten der Verbandsgemeinde steht. Alina Jurk (Linke) rückt für Oliver Naudsch nach, der sein Mandat aus persönlichen Gründen niedergelegt hat. In öffentlicher Abstimmung wurden zudem neue Ausschussmitglieder gewählt.