Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel Hüffler/Wahnwegen kann in Gries jubeln

Kenny Metzger (SG Hüffler/Wahnwegen, in grün) behält hier die Oberhand gegen Julian Schöfer (links) sowie Torben Steinhorst vom
Kenny Metzger (SG Hüffler/Wahnwegen, in grün) behält hier die Oberhand gegen Julian Schöfer (links) sowie Torben Steinhorst vom TuS Gries. Schiedsrichter Jonas Kopp beobachtet die Szene.

Hüffler/Wahnwegen steig in die A-Klasse auf. Zur Pause kann Gegner Gries noch auf ein drittes Spiel hoffen, dann spielt aber ein junger SG-Akteur die entscheidende Rolle.

Die SG Hüffler/Wahnwegen hat den Aufstieg in die A-Klasse Kusel-Kaiserslautern perfekt gemacht. Nach dem 4:0-Erfolg im Hinspiel gewann die SG am Samstagnachmittag auch das Rückspiel beim TuS Gries mit 3:1 (0:1). Mann des Tages: der erst 18-jährige Elias Strauß.

Zur Pause konnten sich die Hausherren vor insgesamt wohl knapp über 900 Zuschauern noch berechtigte Hoffnungen auf ein drittes und entscheidendes Spiel machen. Durchaus couragiert war ihr Auftritt bis dahin, robust und an der Grenze des Erlaubten in den Zweikämpfen agierend, schien diese Marschroute der Gästemannschaft durchaus zu imponieren.

Feiner Fernschuss

Und weil das Torverhältnis in diesen Duellen ja nicht zählt, war die Lage nach dem 1:0 von Torben Steinhorst in der 17. Minute – er traf mit einem feinen Fernschuss aus gut 20 Metern über SG-Keeper Sven Merkert hinweg – wieder ausgeglichen. Mit etwas Glück hätte diese Führung kurz vor der Pause noch ausgebaut werden können, da aber klärte Merkert einen den Schuss von Michael Fauß.

Eine Leistungssteigerung bei den Gästen war dringend nötig – und diese kam auch nach dem Seitenwechsel. Ganz eng verknüpft mit dem Namen Elias Strauß. Am Vortag noch vierfach beim Pokalsieg der A-Junioren des JFV Pfälzer Bergland erfolgreich, sorgte der 18-Jährige nun maßgeblich für den Aufstieg seines Stammvereins. Seine Tempoläufe über die linke Seite waren von den Einheimischen kaum unter Kontrolle zu bekommen. So auch beim Ausgleich, als er über die Seite kommend flach nach innen gab, wo der zur Pause eingewechselte Stefan Reiland nur noch den Fuß hinhalten musste – 1:1 (50.).

Strauß trifft doppelt

Und doch boten sich dem TuS Gries noch zwei große Gelegenheiten, das Momentum wieder auf seine Seite zu ziehen. Zuerst schoss Julian Schöfer nach einer Ablage von Niklas Schulz aus 14 Metern aus zentraler Position klar über das Tor (52.), dann sprang der gerade erst eingewechselte Frank Fauss nach einer prima Flanke von Michael Fauß in bester Position frei vor dem Gehäuse am Ball vorbei (67.).

Und wie es dann so ist: Keine Minute später leistete sich Gries einen Patzer im Aufbau, Strauß spritzte dazwischen, ging auf das Tor zu und traf mit einem Flachschuss zum 1:2. Zwar bäumte sich die Heimelf nochmals auf, richtig gefährlich wurde es aber nicht mehr. Den Schlusspunkt setzte dann – natürlich – Elias Strauß, der nach einem Konter und abschließendem, feinen Heber zum Endstand traf. Schiedsrichter Jonas Kopp pfiff die Partie danach gar nicht mehr an.

Jubel und Enttäuschung

Was folgte waren Jubelszenen auf der einen und enttäuschte Gesichter auf der anderen Seite. Der TuS um Coach Andreas Samuel stand und saß noch für längere Zeit vor und auf der eigenen Bank, während ein paar Meter weiter gefeiert wurde. „Wir haben in der ersten Halbzeit keinen guten Fußball gespielt. Anders in der zweiten Hälfte, da haben wir den Ball laufen gelassen, dass sah dann direkt viel besser aus. Und ich denke, letztlich haben wir auch verdient gewonnen“, kommentierte SG-Co-Trainer Sven Merkert hinterher.

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