Schönenberg-Kübelberg
Genug Wald vereint: Forstzweckverband startet im Juli
Innerhalb eines Zweckverbands werden die beteiligten Reviere gemeinsam betreut, Arbeiten gemeinsam vergeben und die Kosten- und Gewinnanteile jeder Gemeinde in den nächsten zehn Jahren nach einem festen Schlüssel aufgeteilt. Zudem werden beispielsweise nicht mehr jährliche Forstwirtschaftspläne für jeden Ort mit Gemeindewald erstellt. All das soll den Aufwand reduzieren und die Waldbewirtschaftung für alle Beteiligten rentabler machen – zumal es für die nächsten drei Jahre auch noch jeweils 5000 Euro Zuschuss vom Land gibt.
Kleinhempel hatte das von ihr forcierte Zustandekommen des Forstzweckverbands davon abhängig gemacht, dass sich Ortsgemeinden anschließen, die zusammen mindestens 1000 Hektar Gemeindewald in das neue Konstrukt einbringen. Diese Grenze ist deutlich überschritten. Beteiligen werden sich Börsborn, Brücken, Frohnhofen, Glan-Münchweiler, Henschtal, Herschweiler-Pettersheim, Hüffler, Langenbach, Nanzdietschweiler, Ohmbach, Quirnbach, Rehweiler, Schönenberg-Kübelberg und Steinbach. Zusammen verfügen sie über fast 1500 Hektar Gemeindewald. Matzenbach will im Laufe des Monats noch entscheiden, ob es ebenfalls beitritt.
Kleinhempel: Wichtiges Signal
Die Forstamtsleiterin, die den 1. Juni bevorzugt hätte, aber auch sehr gut mit dem 1. Juli leben kann, zeigte sich sehr erfreut darüber, dass der erste Zweckverband im Kreis nun ins Laufen kommt. „Das ist ein ganz wichtiges Signal.“ Deshalb hätte sie das auch gerne ein wenig gefeiert mit den Beteiligten. Allerdings lasse das Corona derzeit leider nicht zu.
In den beiden anderen Verbandsgemeinden schauen sich die Ortsgemeinden, die Wald besitzen, nun genau an, wie das mit dem Forstzweckverband läuft. Auch hier sind viele aus wirtschaftlichen Gründen nicht abgeneigt, einem solchen regionalen Zusammenschluss beizutreten.