Kreis Kusel Ganz anders als in der Kneipe

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OTTWEILER. Zum siebten Mal fanden am Wochenende die deutsch-französischen Tischfußballtage in der Mehrzweckhalle in Ottweiler-Steinbach statt. Aus vielen verschiedenen Ländern waren die Spieler gekommen, um gegen andere Teams anzutreten und um Ranglistenpunkte zu spielen.

Los ging es bereits am Samstagmorgen mit einer gemeinsamen Vorrunde, bei der Doppel gespielt wird – zwei gegen zwei. Das Team, das zuerst fünf Treffer erzielt, gewinnt den Satz. Ziel ist es, zwei Sätze auf der Habenseite zu verbuchen. Wann immer es zu einem entscheidenden dritten Durchgang kommt, muss dieser mit zwei Toren Vorsprung gewonnen werden. Steht es allerdings in diesem dritten Satz 8:8 , endet die Partie und wird als Unentschieden gewertet. Nach den Vorrundenspielen geht es in einer Finalrunde im K.o.-System weiter. Am Sonntag standen dann die Einzelbegegnungen an. „Beim Tischfußball gibt es sehr viele Regeln“, erklärte Erik Reinermann, der bereits seit 35 Jahren Tischfußball spielt. Zum Beispiel darf der Ball nicht länger als zehn Sekunden in der Zehnerreihe, der mittleren Reihe, gehalten werden. Und – ganz anders als beim Fußball auf dem grünen Rasen – darf während des Spiels nicht gesprochen werden. Dies würde als Versuch gewertet, den Gegner abzulenken. Und ganz wichtig: Das aus den Freizeitspielen in der Kneipe bekannte „Drurlen“, eine Spielerreihe beim Schuss wild um die eigene Achse rotieren zu lassen, ist bei einem offiziellen Turnier unter keinen Umständen gestattet. Claus Cornelius, Vorsitzender des OTC Ottweiler, der das Turnier ausrichtete, freute sich über die vielen Spieler – und auch Spielerinnen –, die aus verschiedenen Ländern angereist waren, um in Steinbach ihr Können unter Beweis zu stellen. Die Teilnehmer aus Belgien, Frankreich, Luxemburg, der Schweiz und aus weiten Teilen Deutschlands spielten nicht nur zum Spaß, sondern konnten auch Ranglistenpunkte sammeln. „Zwar tun manchmal die Handgelenke weh, aber das nur, wenn man eine ganze Weile gespielt hat “, weiß Cornelius. „Hier ist immer sehr viel los“,erläuterte Bryan Merrifield vom 1. Kicker-Club Kaiserslautern. Er tritt schon seit 2010 bei Turnieren in Nah und Fern an und war zum zweiten Mal bei den deutsch-französischen Tischfußballtagen dabei. Auch bereits ihren zweiten Auftritt bei der Veranstaltung hatte Katja Dwenger, die zweimalige Deutsche Meisterin und Spielerin der Nationalmannschaft. Gespielt wurde an 16 sogenannten Bonzini-Tischen, die offiziell für Turniere zugelassen sind. Da war viel Gewusel in der Halle, und überall zeigte sich: Tischfußball ist eben mehr als ein Kneipensport, die Spieler gehen ihre Partien mit sehr viel Ehrgeiz an. Dennoch stehen bei der Sportart der Spaß und das Fairplay im Vordergrund. |jku

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