Kreis Kusel
Fußball im Fokus: Favoritenschreck „Bepa II“ und viele Karten im Kreis Kusel

TuS Bedesbach-Patersbach II: Favoritenschreck
Dass die zweite Mannschaft des TuS Bedesbach-Patersbach als Aufsteiger in die B-Klasse Kusel-Kaiserslautern Nord das Zeug dazu hat, sich dort zu behaupten, ist unbestritten. In guter Form ist sie für so ziemlich jede Mannschaft in der Klasse ein unbequemer Gegner. Am Sonntagnachmittag bekam das auch Vorjahres-Vizemeister VfR Hundheim-Offenbach/Hinzweiler zu spüren, der auf eigenem Platz eine 2:4-Niederlage gegen die Bezirksliga-Reserve quittierte. „Wir wollten defensiv sicher stehen und versuchen, mit schnellem Umschaltspiel zum Erfolg zu kommen“, fasst TuS-Coach Marcel Rietz die Vorgaben zusammen. Dabei standen die Vorzeichen gar nicht mal so gut, so stand unter anderem kein gelernter Torwart zur Verfügung. „Aber Pascal Schwarz hat das zwischen den Pfosten gut gemacht. Bei den Gegentoren war er machtlos“, berichtet der Trainer.
Im Spielverlauf folgte seine Elf dann dem vorgegebenen Plan. Einzig in einer Phase, in der die Gastgeber mit zwei schnellen Treffern auf 2:3 herangekommen waren, habe sein Team etwas nachgelassen, nach einer taktischem Umstellung dann aber defensiv wieder alles im Griff gehabt, sagt Rietz. „Zusammenfassend gesagt, haben wir taktisch gut gespielt, leidenschaftlich gegen den Ball gearbeitet und waren offensiv immer gefährlich. Mit dem Sieg haben wir uns für unseren Aufwand belohnt“, so Marcel Rietz. Als neuer Tabellenfünfter hat sich „Bepa II“ damit vorerst in der ersten Tabellenhälfte eingenistet.
Kartenflut: Buntes Wochenende
Tore gehören zum Fußball – darüber lässt sich nicht streiten. Und auch die eine oder andere Karte gehört dazu, ja hin und wieder auch ein Platzverweis. Manches Foul, manche Unsportlichkeit lassen sich im Eifer des Gefechts hie und da einfach nicht vermeiden. Selbstredend lässt sich bei vielen Szenen trefflich darüber diskutieren, ob der Referee die Karte zu Unrecht hat stecken lassen oder ob eine gegebene Karte womöglich überzogen war. Aber in den meisten Fällen sind die persönlichen Strafen durch das Regelwerk gedeckt.
Das abgelaufene Fußballwochenende, das lässt sich festhalten, hat den Schiedsrichtern aber so richtig viel Arbeit beschert – und auch die Staffelleiter haben im Nachgang noch so einiges zu tun. Elf (!) rote Karten haben die Unparteiischen in 32 Spielen von der A- bis zu den C-Klassen im Fußballkreis verteilt – zu zwei Partien lag am Montagmittag noch keine Information vor. Dazu kommen acht gelb-rote und 125 gelbe Karten, was im Schnitt exakt viereinhalb Karten pro Spiel bedeutet. Eine krasse und auch ein wenig erschreckende Bilanz – wenngleich dabei nicht vergessen werden sollte, dass es auch einige Partien mit keinen oder nur ein, zwei gelben Karten gab. Aber eben auch fünf Spiele, in denen es mindestens zwei bis hin zu vier Platzverweisen gab. Bei allem Respekt vor dem sportlichen Ehrgeiz und den ebenfalls dazugehörigen Emotionen: Die Kartenflut des Spieltags sollte ein Ausreißer nach oben bleiben.