Lauterecken RHEINPFALZ Plus Artikel Forstzweckverband: Die Försterin auf Info-Tour

Ein Forstzweckverband könnte besser auf Marktschwankungen auf dem Holzmarkt reagieren.
Ein Forstzweckverband könnte besser auf Marktschwankungen auf dem Holzmarkt reagieren.

Nach dem im Oberen Glantal soll auch im Nordkreis ein Forstzweckverband gegründet werden. Die Kuseler Forstamtsleiterin Gabi Kleinhempel will die Pläne nun in ausgewählten Gemeinden im Detail erläutern.

29 von 41 Ortsgemeinden der Verbandsgemeinde Lauterecken-Wolfstein haben 2019 ihr Interesse an einem Forstzweckverband bekundet. Es hakt aber noch bei einzelnen Orten. Grund sind die dortigen Forsteinrichtungswerke. Das ist eine Art Zehn-Jahres-Inventur und -Planung für die Forstwirtschaft, die gleichzeitig den Wert der jeweiligen Gemeindewälder beziffert.

Die Gutachterstelle der Landesforstverwaltung hat für sechs Ortsgemeinden einen deutlich geringeren Wert des Waldes festgestellt – im Vergleich zu den Zahlen bei der 2007 in Rheinland-Pfalz eingeführten kommunalen Doppik für Haushaltspläne. Laut Kleinhempel basieren die Pläne dieser Gemeinden teilweise noch auf den veralteten Forsteinrichtungswerken aus dem Jahr 1991. Die späteren Gutachten von 2008 und 2020 seien da nicht berücksichtigt. In sechs Gemeinden gebe es deshalb deutliche Unterschiede. Die Leiterin des Forstamtes will deshalb diese sechs Gemeinden persönlich besuchen, um die Bewertung ausführlich zu erläutern.

Plus oder minus zehn Prozent

Das ist das Ergebnis eines Treffens der Forstverwaltung mit Vertretern der Finanzverwaltung der Verbandsgemeinde. In einem zweiten Schritt soll es anschließend eine Informationsveranstaltung für die übrigen 23 Gemeinden geben. „Bei denen hat es so gut wie keine Veränderungen gegeben. Wir reden da von Vermögenswerten von plus oder minus zehn Prozent“, berichtet Kleinhempel.

Vorbild ist der Forstzweckverband im Oberen Glantal. Dort haben sich 14 der 23 Orte zusammengeschlossen, um 1400 Hektar Wald gemeinsam zu bewirtschaften. Damit sollen Personal und Maschineneinsatz eingespart werden. Außerdem geht der Forst davon aus, dass die einzelnen Holzarten so besser vermarktet werden können.

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