Breitenbach
Forstwirtschaftsplan kann nicht mehr umgesetzt werden
Auch Forstamtsleiterin Gabi Kleinhempel war unter den Zuhörern, die den Breitenbacher Rat quasi umringten. Schramm präsentierte den Forstwirtschaftsplan 2021 in einer durchweg diszipliniert verlaufenden Ratssitzung in der Schönbachtalhalle. Die Gemeindevertreter stimmten seinem Plan ohne Wenn und Aber zu.
Allerdings: Das Jahr ist so gut wie gelaufen. Das konstatierte Förster Schramm eingangs seiner Ausführungen nüchtern. Den Wirtschaftsplan 2021 habe er bereits vor anderthalb Jahren erstellt, könne ihn nun allerdings nicht mehr vollständig umsetzen. Realisieren möchte Schramm noch einen Holzeinschlag in einer Größenordnung um die 200 Festmeter, geplant waren über 900 Festmeter.
Plus von 15.000 Euro
Doch der Forst sei dennoch nicht tatenlos gewesen, merkte Schramm an. Er erwähnte einen Fichteneinschlag im Waldgebiet am Bambergerhof, der – im Einvernehmen mit Ortsbürgermeister Johannes Roth – im Rahmen einer Verkehrssicherungsmaßnahme durchgeführt worden sei.
Positiv wertete Schramm die gegenüber 2020 wieder gestiegenen Verkaufserlöse, insbesondere bei Fichtenholz. Nicht zuletzt deshalb seien im besagten Waldgebiet weitere „dürre Fichten“ entnommen worden. Die bisherigen Einnahmen bezifferte der Revierleiter auf 9350 Euro. Dazu kommt die Nachhaltigkeitsprämie, die vom Bundeswaldministerium an zertifizierte Waldbesitzer ausgeschüttet worden ist. Für Breitenbach mit seinen 220 Hektar großen Waldbesitz waren dies immerhin 22.000 Euro. Nach Abzug aller Kosten geht Schramm von einem Plus von etwa 15.000 Euro aus.
Brennholzpreise stabil
Ratsmitglied Jürgen Knapp (WG Grünspecht) wollte wissen, ob die in diesem Jahr nicht eingeschlagene Menge Holz im nächsten Jahr zusätzlich eingeschlagenen werde. Schramm verneinte: „Es sei denn, der Rat beschließt etwas anders, schließlich ist es ja ihr Wald.“ Die Ortsgemeindevertreter folgten allerdings der Strategie von Schramm, der nach eigener Aussage auch in den nächsten Jahren als Ziel weiterhin „eine schwarze Null“ anstrebt.
Der Wirtschaftsplan für das Jahr 2022 sei ebenfalls schon fertig und gehe dem Rat über die Verwaltung in den nächsten Tagen zu. Schramm erwähnte einen geplanten Holzhieb von etwa 905 Festmetern. Insbesondere sollen alte, teilweise über 140 Jahre alte Buchenbestände durchforstet werden. Schramm prognostiziert einen Überschuss von rund 2500 Euro.
Stabil blieben auch die Brennholzpreise, die der Rat ebenfalls einstimmig akzeptierte. Auch im neuen Revier Glantal werde das Brennholz für Breitenbacher Werber ausschließlich aus heimischen Wäldern kommen, versicherte Revierförster Schramm abschließend.