Lauterecken RHEINPFALZ Plus Artikel Fachoberschule entlässt 26 Absolventen

Schulbankdrücken gehört für die Absolventen der Fachoberschule nun der Vergangenheit an.
Schulbankdrücken gehört für die Absolventen der Fachoberschule nun der Vergangenheit an.

Endlich das Abschlusszeugnis mit dem Fachabitur in den Händen halten: Für die 26 Absolventen der Fachoberschule (FOS) Lauterecken/Wolfstein ist das mit der Abschlussfeier am Freitag Realität. Die Pläne, wie es beruflich für sie weitergeht, sind dabei ganz unterschiedlich.

Insgesamt gebe es in diesem Jahr 15 weibliche und elf männliche Schüler, die die Fachhochschulreife erworben haben. Dabei sei die Anzahl an Jungen und Mädchen in der Wirtschaftsklasse in etwa gleich, in der Gesundheitsklasse finde man aber deutlich mehr Schülerinnen, erzählt Mechthild Emmesberger, FOS-Koordinatorin der Realschule plus und Fachoberschule Lauterecken-Wolfstein, auf Anfrage der RHEINPFALZ. Unabhängig von der Geschlechterverteilung fiel Emmesberger das gute Miteinander unter den Absolventen auf. So hätten sie sich in der Klassengemeinschaft unter anderem für die Schwächeren eingesetzt. Desweiteren organisierten sie den Kioskverkauf, um für das leibliche Wohl der restlichen Schüler zu sorgen und nebenbei noch etwas dazuzuverdienen.

Erst ab diesem Jahrgang habe man deutlich die Auswirkungen auf die Schüler bemerkt, die Corona in den vergangenen Jahren mit sich brachte, erzählt Emmesberger weiter. Einigen Schülern sei es schwerer gefallen, in der Fachoberschule Anschluss zu finden, kontinuierlich zu arbeiten und durchgehend die Schule zu besuchen. Dennoch habe man mit 26 Absolventen weiterhin eine hohe Bestehensquote. Auch notentechnisch gebe es keine großen Auffälligkeiten.

120 Praktikumstage in der elften Klasse

In Lauterecken befinden sich die fünfte und sechste sowie die elfte und zwölfte Klasse in einem Gebäude. Die Klassen sieben bis zehn hingegen sind in Wolfstein untergebracht. Schüler, die eine Fachhochschulreife anstreben, können in Lauterecken zwischen den Schwerpunkten „Wirtschaft und Verwaltung“ sowie „Gesundheit und Soziales“ wählen, wonach sie in zwei Gruppen aufgeteilt werden. Während es in der elften Klasse neben zwei Schultagen in der Woche noch 120 Praktikumstage gibt, konzentriert man sich im darauffolgenden Schuljahr ganzwöchig auf den Unterricht.

Auch nach den Homeschooling-Zeiten werde sich darauf konzentriert, teils digital weiterzuarbeiten, erklärt Emmesberger. So habe die Abschlussklasse weiterhin die Lernplattform Moodle genutzt, um zum Beispiel Leistungsnachweise abzugeben und Lernmaterialien herunterzuladen. Das setzt aber auch voraus, dass jeder Schüler ein technisches Gerät hat, was nicht immer der Fall sei. Notwendig sei, dass gleiche Voraussetzungen für jeden Schüler geschaffen werden, zum Beispiel durch ein Verleihsystem ähnlich der Schulbuchausleihe. Darauf arbeite man derzeit noch hin.

Vom Mechatroniker bis zur Einzelhandelskauffrau

Für 18 Schüler stehe nach der zwölften Klasse nun eine Ausbildung auf dem Plan, etwa als Mechatroniker, Industriekaufmann oder Einzelhandelskauffrau. Auch eine Ausbildung in der Verwaltung der Verbandsgemeinde oder bei der Berufsfeuerwehr wollten einige beginnen. Andere Schüler drückten weiterhin die Schulbank, strebten die Hochschulreife an. Ein Schüler wiederum wolle ein duales Studium bei KOB in Wolfstein absolvieren.

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