Lauterecken RHEINPFALZ Plus Artikel Erster hauptamtlicher Feuerwehrgerätewart gesucht

Das Feuerwehrhaus wird umgebaut. In einer zusätzlichen Halle entstehen drei neue Fahrzeug-Stellplätze.
Das Feuerwehrhaus wird umgebaut. In einer zusätzlichen Halle entstehen drei neue Fahrzeug-Stellplätze.

Die Verbandsgemeinde Lauterecken-Wolfstein ist die einzige im Kreis, die keinen hauptamtlichen Feuerwehrgerätewart hat. Betanken und Warten der Fahrzeuge, Reinigen der Ausrüstung, Instandhaltungsarbeiten an den Häusern – all das wird ehrenamtlich geleistet. Doch Hilfe naht.

Zum 1. April soll ein hauptamtlicher Gerätewart eingestellt werden. Die Bewerbungsfrist läuft bis 26. Februar. „Das dient vor allem der Entlastung der ehrenamtlichen Feuerwehrkräfte“, sagt Bürgermeister Andreas Müller auf RHEINPFALZ-Nachfrage. Er betont, die Wehrleute seien auch ohne hauptamtliche Unterstützung „richtig, richtig gut“, hätten aber auch eine hohe Arbeitsbelastung.

Über 600 Männer und Frauen – etwa zehn Prozent – sind in den Wehren der Verbandsgemeinde aktiv. 250 Einsätze fuhren sie im vergangenen Jahr – inklusive der nötigen Nacharbeiten. Da kommt künftig der hauptamtliche Gerätewart ins Spiel. „Der hat genug zu tun“, ist Müller überzeugt. Einen festen Einsatzort will er nicht nennen: Er soll für alle Wehren zuständig sein, vor allem natürlich für die Stützpunktwehren in Lauterecken und Wolfstein.

Um- und Neubauten

Aufwändig und arbeitsintensiv ist beispielsweise die Schlauchreinigung. Die wird in den Stützpunktwehren noch in alten Anlagen per Handarbeit durchgeführt. Anfang vergangenen Jahres wurde deshalb beschlossen, dass es eine neue Schlauchwerkstatt in Lauterecken geben wird. Nicht nur dafür wird das Gebäude umgebaut, außerdem direkt gegenüber eine neue Halle mit Platz für drei Fahrzeuge errichtet. Die Ausschreibung sei fertig und gehe jetzt raus, berichtet Müller. Wann es mit den Arbeiten losgehen wird und ob die geplanten Kosten von etwa 520.000 Euro realistisch sind, könne er nicht sagen, sagt der Bürgermeister.

Er informiert außerdem, dass er mit vier Ortsgemeinden im Gespräch sei, weil dort neue Feuerwehrgebäude gebaut werden müssen: In Cronenberg, Hoppstädten und Kirrweiler sei Ersatz für die nicht mehr nutzbaren Gebäude nötig. Dort werden Grundstücke gesucht, ebenso in Langweiler, wo die Zentrale für die Ausrückegemeinschaft mit Unterjeckenbach und Merzweiler mit Platz für zwei Fahrzeuge entstehen soll.

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