Lauterecken RHEINPFALZ Plus Artikel Eisstockschießen: Luxemburger Nationalspieler zu Gast beim Pfingstturnier

Präzision ist beim Eisstockschießen gefragt.
Präzision ist beim Eisstockschießen gefragt.

Der Lauterecker Eisstock-Club (ECL) ist der letzte verbliebene Verein in Rheinland-Pfalz, der in der Randsportart Eisstockschießen aktiv ist. Ohne Schnee und Eis gab es wieder ein traditionelles Pfingstturnier, bei dem sogar Luxemburger Nationalspieler wieder zu Gast waren.

Fünf Mannschaften hatten sich zum Turnier auf dem vereinseigenen Gelände hoch über Lauterecken gemeldet, gestartet sind dann spontan sechs. Da Bad Nauheim und Luxemburg mehr Sportler mitgebracht hatten, wurde kurzerhand eine Spielgemeinschaft gegründet, berichtet Axel Stenzhorn, zweiter Vorstand des ECL, Turnierwart und Wettkampfteilnehmer. Praktisch, da immer zwei Mannschaften gegeneinander antreten und nur möglich, da die Sportler – bei allem Ehrgeiz im Wettbewerb – ein familiäres Miteinander verbindet.

Schon in der Früh startete der Wettkampf, der auf drei 28 Meter langen Bahnen ausgetragen wurde. Ziel bei der Sportart ist es, die Eisstöcke möglichst nah an der Daube zu platzieren, einem Gummiring, der einem Eishockey-Puck ähnelt. Optisch erinnert das Eisstockschießen ein wenig an Curling – nur wird auf der Asphaltbahn natürlich nicht gewischt.

Sieger mit dem Maßband ermitteln

Änderungen an der Bahn gibt es dennoch. Die ansteigenden Temperaturen im Laufe des Tages hatten auch Folgen für die Bahn. „Die wird wärmer und stumpfer, da muss man mit der Scheibe variieren“, erklärt Stenzhorn. Strategie, Geschick und Taktik sind gefragt, um die richtige Laufscheibe, die die Geschwindigkeit des Stocks beeinflusst, zu wählen. Aber auch, um den Stock möglichst nah an das Ziel zu bringen – zumindest näher als der Gegner. Gelegentlich muss mittels Maßband der Sieger ermittelt werden.

Zahlreiche Besucher verfolgten den Wettkampf und somit den Sieg von Luxemburg II vor Bad Friedrichshall und Bad Nauheim. Die Lokalmatadoren verpassten das Treppchen, ließen jedoch die Spielgemeinschaft und Luxemburg I hinter sich.

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