Tennis
„Eine unglaubliche Pokalnacht“ beim TC Offenbach-Hundheim
Bereits im Vorjahr gehörten die Herren 40 des TC Offenbach-Hundheim zu den Mannschaften, die im neu geschaffenen Tennis-Pokalwettbewerb Rheinland-Pfalz, dem Vereinspokal, sehr erfolgreich waren und quer durch das Bundesland für einige Überraschungen sorgten. In 2022 erreichte die Mannschaft von Timo Kauf das Endspiel, unterlag dort erst dem TC Treis mit 1:2. Auch in diesem Jahr starteten die Offenbacher wieder erfolgreich in die Pokalsaison, auch wenn sich einiges für sie geändert hatte.
Seit dem vergangenen Jahr gibt es den Pokalwettbewerb erst im Terminkalender in Rheinland-Pfalz. Zwei Leistungsklassen gibt es im Vereinspokal. Für die Leistungsklassen (LK) 4,0 bis 25,0 und eine für die LK 15,0 bis 25,0. „Wir mussten in diesem Jahr bei den höheren Leistungsklassen mitspielen. Das ist aber auch gut, weil Peter Uhrig dann mitspielen kann. Den bisherigen Wettbewerb konnten wir nicht mehr spielen, weil das mit unseren Leistungsklassen nicht mehr passt“, sagte Offenbachs Timo Kauf.
Der Wettbewerb begann direkt nach der gerade am vergangenen Wochenende beendeten Saison und wird im Gegensatz zu einem üblichen Tennisspieltag nicht am Wochenende gespielt. Gespielt werden je drei Spiele: Zwei Einzel und ein Doppel. Um den Wettbewerb möglichst attraktiv zu gestalten, wurden sogar Spielgemeinschaften erlaubt. Es werden alle Spiele gleichzeitig gespielt, was für gute Stimmung auf dem Tennisplatz sorgen soll. Zugelost werden kann jede Mannschaft. Das heißt aber auch, dass weite Fahrtwege nicht unüblich sind und – wie Kauf schon in der vergangenen Pokalsaison berichtete – öfter mal verschiedene Routenplaner bei seiner Mannschaft bemüht wurden.
2:1-Pokalsieg gegen TC Rot-Weiß Pirmasens
Die Herren 40 des TC Offenbach-Hundheim hatten sich in der Pfalzliga (4er) frühzeitig den Klassenverbleib, schon vor dem letzten Saisonspieltag, gesichert. Am Ende gehörte Offenbach-Hundheim sogar eher zur Spitzengruppe der Liga.
Gegen den TC Rot-Weiß Pirmasens gab es nun den Pokalauftakt. In der ersten Runde hatten beide Mannschaften spielfrei. Die Schuhstädter waren durchaus favorisiert. „Es war wieder eine unglaubliche Pokalnacht“, meinte Kauf, dessen Team den Favoriten auf eigenem Platz mit 2:1 besiegte. Spitzenspieler Peter Uhrig musste gegen Mark Schlick eine 3:6, 3:6-Niederlage hinnehmen. „Peter Uhrig hat ein super Spiel gegen einen Wahnsinnsspieler gemacht“, lobte Timo Kauf seinen Teamkameraden trotz seiner Niederlage.
Marcel Thelemann, seinerseits auch Tischtennisspieler beim Pirmasenser Stadtverein SV Ruhbank, wurde von Offenbachs Kauf in zwei Sätzen (7:5, 6:4) niedergerungen. „Für mich ist es eine Sensation, dass ich so einen Spieler besiegt habe“, sagt Kauf weiter, der sein Team als Pokalmannschaft bezeichnet. Die Entscheidung gab es also im Doppel für die Offenbacher. Dort waren es Claudio Bazzato und Christian Fritz, die Timo Völker und den ehemaligen Oberligafußballer Jochen Ellermann in zwei Sätzen (6:4, 6:2) niederrangen. „Auch unser Doppel hat ganz stark gespielt. Sonst hätten wir das Spiel auch nicht gewonnen“, lobte Kauf das Duo Bazzato/Fritz.
Weiter geht es für die Mannschaft des TC Offenbach-Hundheim in der dritten Pokalrunde am 14. August. Dann ist die SG Ruchheim/Mörsch/Frankenthal/Flomersheim der Gegner, in der Hoffnung auf eine neuerliche „unglaubliche Pokalnacht“.