Kusel
Eine Region, gesegnet mit Grundwasser
„Die Grundlage für unsere Wasserversorgung wird im Winter und nicht im Sommer gelegt.“ Klaus Müller, Vorsteher des Wasserzweckverbandes Ohmbachtal, gibt Entwarnung. Die trockenen Wochen der jüngsten Vergangenheit seien zu verschmerzen – „so lange die Winter feucht bleiben“. Das sei in den vergangenen Jahren stets so gewesen.
Die „Wassermacher“ aus dem Ohmbachtal beliefern unter anderem die Verbandsgemeinden Oberes Glantal und Kusel-Altenglan, die Stadtwerke Kusel und selbst den benachbarten Wasserzweckverband Westpfalz. Jahresabgabe: 2,5 Millionen Kubikmeter.
Buntsandstein als Speicher
Das Grundwasser stammt aus bis zu sechs Brunnen bei Schönenberg-Kübelberg und Elschbach. Ihr großer Vorteil: Sie sind rund 100 Meter tief. „Da verdunstet nichts, und der Verbrauch der Pflanzen spielt auch keine große Rolle“, erklärt Müller. Der Buntsandstein in der Region biete hervorragende Bedingungen für einen stabilen Grundwasserpegel. „Das ist sozusagen ein riesiger unterirdischer See, vergleichbar mit einer Badewanne, in die sie ab und zu einen Schwamm reinhalten, um Wasser herauszuholen“, erklärt der Fachmann. Das Landstuhler Bruch sei ein hervorragender Wasserspeicher für die Region.
Selbstversorger in der Region mit zwei Brunnen sind die Gemeinden Waldmohr, Dunzweiler und der Breitenbacher Ortsteil Bambergerhof. Johannes Linsmaier, Technischer Werkleiter der Verbandsgemeinde Oberes Glantal, ist ebenfalls gelassen: „Wir sind hier zwischen Landstuhl und Homburg einfach gesegnet mit Grundwasser.“
Weniger Quellen im Hügelland
Die Verantwortlichen des Wasserzweckverbandes Westpfalz mit Sitz in Weilerbach sind nicht ganz so entspannt. Sie versorgen die Verbandsgemeinde Lauterecken-Wolfstein sowie die Orte Föckelberg, Niederstaufenbach, Oberstaufenbach, Neunkirchen, Bosenbach und Altenglan mit – ein zum Teil hügeliges Gebiet mit weniger Quellen. Deshalb gibt es auch eine Kooperation mit dem Ohmbachtal-Verband und der Stadt Kaiserslautern.
Der Technische Betriebsleiter Michael Beine sagt: „Wir haben die Lage im Griff, müssen derzeit aber schon genau hinschauen.“ Man sei durch den vergangenen Winter gut durch den Sommer gekommen. Die Verbräuche gingen auch wieder zurück. Jetzt hoffe er wieder auf einen feuchten Winter. „Es ist auf jeden Fall ratsam, sparsam mit Wasser umzugehen“, sagt der Mitarbeiter der Stadtwerke Kaiserslautern.