Lauterecken
Ein neuer Markt im Nordwesten der Stadt
Die Planung des Gewerbegebietes Himmelsgarten nahe Auf Röth, direkt an der Bundesstraße 270 gelegen, stellte Bauleitplaner Alfred Klabautschke vor. Ein Investor möchte dort einen Markt errichten, auf einer aktuell landwirtschaftlich genutzten Fläche. Klabautschke stellte den Ist-Zustand vor, präsentierte zahlreiche Details zur Verkehrssituation, Entwässerung oder auch Werbeanlagen. Und was entstehen könnte.
Vorgeschlagen wurde beispielsweise, dass Gebäude eine maximale Höhe von zwölf Metern haben sollen und dass dieses Gebiet mittels einer Querungshilfe von Röth aus erreichbar sein soll. Ilka Faul (CDU) fragte nach, wie genau die Querungshilfe, die barrierefrei gestaltet werden soll, aussehen wird. Schließlich werde dort oft sehr schnell gefahren.
Unterführung zu teuer
Der Planer erklärte: Der Landesbetrieb Mobilität (LBM) habe eine Variante vorgeschlagen, bei der Fußgänger immer nur eine Fahrtrichtung im Auge haben müssen. Das sei „der richtige Ansatz“, jedoch sollte eventuell versucht werden, die maximale Geschwindigkeit an der Stelle von Tempo 70 auf Tempo 50 zu reduzieren. Der Vorschlag einer Unterführung sei zu kostspielig und ein „riesiger Akt“, bei dem 200.000 Euro nicht ausreichen würden, erklärte Klabautschke. Aus dem Rat wurde weiter angemerkt, dass bei Starkregen viel Dreck vom Hang gespült werde, was noch in die Planungen einbezogen werden müsse.
Beigeordneter Peter Kriese (CDU), der in diesem Punkt den Vorsitz hatte, erklärte: Noch sei nichts in Stein gemeißelt. Nachgefragt wurde, ob eine Erweiterung der Fläche möglich sei. Hier schätzt Klabautschke die Lage wenig optimistisch ein. Der Wirtschaftsweg, der auch als Radweg genutzt wird, soll erhalten bleiben. Kriese erklärte noch, dass der Investor die Planungskosten trägt und die Stadt hier nicht in Vorleistung treten muss. Der Rat beschloss die Planaufstellung und die Annahme des Vorentwurfs für eine frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit.
Ärgerlich aber unvermeidbar
Der Ausbau der Lautertalstraße steht direkt bevor. Am Montag wird die Baustelle eingerichtet, am Mittwoch soll der Asphalt abgefräst werden. Eine Munitionsprüfung soll am Donnerstag erfolgen. 20 Punkte sind verdächtig. Daher muss mit einem explosionssicheren Bagger an diesen Stellen die Kampfmitteluntersuchung erfolgen.
Das bedeutet Mehrkosten in Höhe von rund 25.600 Euro. „Ärgerlich“, aber unvermeidlich, erklärte Stadtbürgermeisterin Isabel Steinhauer-Theis. Trotzdem lägen die Kosten noch unter der Schätzung, und es soll angefragt werden, ob weitere Zuschüsse möglich sind, weil dies nicht vorauszusehen war.
Wo kann gebaut werden?
Alle stadteigenen Bauplätze sind verkauft, nun soll ein neues Baugebiet ausgewiesen werden. Zwar müsse auch die Innenstadt weiterentwickelt werden, doch die Neuausweisung auf Röth Richtung Wiesweiler sei ebenfalls wichtig, erklärte die Stadtbürgermeisterin. Eine Machbarkeitsstudie aus dem Jahr 2004 soll vom Büro BBP aus Kaiserslautern neu aufgearbeitet werden. Steinhauer-Theis erklärte, dass in Einzelabschnitten vorgegangen werden soll und nicht gleich das ganze Baugebiet ausgewiesen wird.
Auch für die Stadtsanierung wurde das Planungsbüro BBP mit den Beratungsleistungen beauftragt. Dieser Punkt war in früheren Sitzungen zurückgestellt worden, weil nicht genügend Angebote vorlagen. Nun hat die ADD Trier erklärt, dass auf weitere Vergleichsangebote verzichtet werden kann.
Weitere Themen
- Zwischenzeitlich überarbeitet, sodass keine Einwände mehr bestehen, wurde der Bebauungsplan „Hofwies-Weidewies“. Der Rat stimmte einhellig dafür. Hintergrund ist die geplante Vergrößerung von Aldi.
- Der Hotspot, der voraussichtlich ab dem 12. Februar im Veldenzschloss installiert wird, soll nicht nur im Schloss und auf dem Hof, sondern sogar bis zum Veldenzplatz reichen. Freies WLan wird dann in diesem Bereich verfügbar sein. „Ich bin gespannt, ob es drüben ankommt“, sagte Steinhauer-Theis schmunzelnd.