WOLFSTEIN / EDENKOBEN RHEINPFALZ Plus Artikel eFußball-Ligen: An der Spielekonsole statt auf dem Rasen

Die gemeldeten Spielerinnen und Spieler müssen mindestens 16 Jahre alt und Mitglied in einem Verein im Verbandsgebiet sein.
Die gemeldeten Spielerinnen und Spieler müssen mindestens 16 Jahre alt und Mitglied in einem Verein im Verbandsgebiet sein.

Nach den erfolgreichen „Wir kicken zu Hause-Ligen“ im ersten Lockdown hat sich der Südwestdeutsche Fußballverband wieder etwas überlegt, um hinaus Ablenkung zu erschaffen. Es werden Ligen im Bereich eFootball geschaffen. Sieben Teams aus dem Kreis Kusel sind mit am Start.

„Nach Abschluss der „Wir kicken zu Hause-Ligen“ hatten wir unter allen Teilnehmern eine Umfrage gestartet. Daraus ging der Wunsch hervor, ein Ligensystem im Bereich des eFootball anzubieten“, berichtet Timm Ritterböck, der in der Geschäftsstelle in Edenkoben mit der Sache betraut ist. Unterstützung erhält er von den dualen Studenten und neuerdings auch einem Arbeitskreis, der sich aus sechs Ehrenamtlichen zusammensetzt.

FIFA 21 wird gespielt, die Qualifikationsrunde ist diese Woche gestartet. Geplant sind zwei Begegnungen pro Woche. „Winter-Qualifier“ nennt der SWFV die nun startende Serie, die an den Konsolen PlayStation 4 und XBox One gespielt wird. Jenes Qualifikationsturnier soll im Ergebnis eine Art Setzliste hervorbringen, aus denen dann die Ligen gebildet werden.

Immer gegen den Nachbarn

Möglich machen soll dies das sogenannte Hammes-Modell, nachdem nun die Qualiphase gespielt wird. Das bedeutet, dass die ersten Spiele gelost werden und man in den darauf folgenden Runden gegen den jeweiligen Tabellennachbarn spielt. Ein Spiel besteht aus zwei einzelnen Partien an der Konsole, deren Ergebnisse zu einem Gesamtergebnis addiert werden. Es gibt keine Vorgabe, welche der vorab namentlich angemeldeten Spieler wie oft antreten müssen. Theoretisch könnte also trotz mehrerer gemeldeter Spieler ein einziger die jeweiligen Duelle bestreiten.

Gewünscht ist jedoch, dass mehrere Spielerinnen und/oder Spieler eine Mannschaft bilden. Beim ersten Turnier im ersten Halbjahr 2020 war es noch so, dass jeder für sich selbst aktiv war. „Wir wollen da bewusst auch den Teamgedanken in den Vordergrund stellen. Eine Begrenzung der Spieler gibt es nicht. Da aber je Paarung nur zwei Leute mitmachen können, erachten wir drei bis fünf Spieler als passend“, erklärt Ritterböck. Voraussetzung für die inzwischen abgeschlossene Anmeldung war, dass die gemeldeten Spielerinnen und Spieler mindestens 16 Jahre alt und Mitglied in einem Verein im Verbandsgebiet sind.

Insgesamt sind 103 Meldungen bei Timm Ritterböck und seinen Kollegen eingegangen. 90 Mannschaften wollen an der PlayStation mitspielen, sechs davon aus dem Kreis Kusel (SG Hüffler/Wahnwegen, SpVgg Glanbrücken, SV Medard, SG Altenglan/Rammelsbach, SV Kaulbach-Kreimbach, TuS Bedesbach-Patersbach). An der Xbox sind es insgesamt 13 Mannschaften. Die Farben des Kreises vertreten die „Rowos“.

Im Frühjahr Ligenbetrieb

Im Frühjahr 2021 soll es dann mit dem geregelten Spielbetrieb in den Ligen losgehen. Wie die dann genau ein- und aufgeteilt werden, steht aktuell noch nicht fest. Zweite, dritte und gegebenenfalls weitere Mannschaften eines Vereins soll es vorerst nicht geben.

Möglich wird aber sein, Spieler für die jeweiligen Teams nachzumelden. Und wenn sich nach der Qualiphase weitere Vereine dazu entschließen, Mannschaften zu melden, würden diese im Ligabetrieb in der untersten Klasse beginnen.

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