Kusel Durch Corona mehr bargeldloses Zahlen
Die Corona-Pandemie hat der Entwicklung einen zusätzlichen Schub verliehen. Seit März gebe es deutlich weniger Bargeldzahlungen und eine geringere Frequenz am Geldautomaten, berichtet Joachim Wagner, Vorstand der Volksbank Lauterecken.
„Die freigeschalteten Funktionen werden jetzt teilweise erst richtig genutzt“, sagt er im Hinblick auf das kontaktlose Bezahlen, welches seit vergangenem Jahr möglich sei. Viele Kunden seien zunächst verunsichert und um ihre Daten besorgt gewesen. Nun sei man eher dankbar, so den direkten Kontakt zu vermeiden. „Für uns als Bank macht das keinen Unterschied, aber für die Kunden ist es einfacher“, resümiert Wagner.
Zwar würden viele Kunden das Angebot des bargeldlosen Bezahlens bereits nutzen, eine Zunahme sei trotzdem sichtbar, stellt Sascha Krebs, Leiter Vorstandssekretariat der Kreissparkasse Kusel, fest. Einen deutlichen Anstieg gebe es bei kontaktlosen oder per Smartphone getätigten Zahlungen. Die Ursache dafür sieht Krebs vor allem in den Hinweisen, wegen Corona auf Bargeld zu verzichten.
Darüber hinaus würden außerdem kleinere Beträge häufiger mit der Karte bezahlt, berichtet Catherine Seiler, Bereichsleiterin Öffentlichkeitsarbeit der Volksbank Glan-Münchweiler: „Wir gehen davon aus, dass auch nach der Pandemie mehr Menschen zur Bezahlung im Geschäft die Karte nutzen werden.“
Unterschiede hinsichtlich der Gebühren sind jedoch möglich. Diese seien von dem jeweiligen Kontomodell und den gebuchten Konditionen abhängig, wie Wagner erklärt. „Da jede Buchung für mindestens zehn Jahre archiviert wird, fallen Kosten an. Diese werden dann zum Beispiel unter anderem mit den Kontoführungsgebühren ausgeglichen“, führt er aus. Da jeder Kunde ein anderes Nutzungsverhalten habe, gebe es bei der Volksbank Lauterecken verschiedene Kontomodelle: „Wenn jemand häufig Überweisungen tätigt oder oft mit Karte bezahlt, ist eine Flatrate sinnvoll.“