Lauterecken-Wolfstein RHEINPFALZ Plus Artikel Doris Zinßmeister berichtet von ihrer Tätigkeit als Gleichstellungsbeauftragte

Doris Zinßmeister war früher als Verwaltungsangestellte tätig, seit 16 Jahren ist sie ehrenamtliche Gleichstellungsbeauftragte.
Doris Zinßmeister war früher als Verwaltungsangestellte tätig, seit 16 Jahren ist sie ehrenamtliche Gleichstellungsbeauftragte.

Doris Zinßmeister ist als ehrenamtliche Gleichstellungsbeauftragte in der Verbandsgemeinde Lauterecken-Wolfstein tätig. Sie bietet Familien Hilfe an und organisiert viele Veranstaltungen. Diese richten sich nicht nur an Frauen.

Alle Menschen haben die gleichen Rechte. Dieser Grundsatz ist im Grundgesetz festgeschrieben. Doris Zinßmeister arbeitet seit 16 Jahren in der Verbandsgemeinde Lauterecken-Wolfstein daran, dieses Kernelement der Verfassung zu schützen, Benachteiligungen abzubauen. Zinßmeister ist ehrenamtliche Gleichstellungsbeauftragte. Dabei organisiert sie beispielsweise Veranstaltungen und bietet auch Hilfe in partnerschaftlichen oder familiären Fragen.

Inspiration findet sie dabei häufig im Alltag, wenn sie mit offenen Augen und Ohren Dinge entdeckt oder Kontakte knüpft. Ein Beispiel: So hatte der Kontakt zu einer Übungsleiterin schon einmal zu einem Vortrag über Sturz-Prophylaxe sowie einer Gesundheitswanderung geführt. Darüber hinaus gehört auch das Organisieren kultureller Veranstaltungen zum Repertoire der Lautereckerin. Gerade die Kultur liege ihr am Herzen. Ihr Anliegen: Das Angebot in der Region sinnvoll zu erweitern. Früher gab es häufig Ausstellungen oder auch sportliche Angebote mit Yoga und Nordic Walking sowie etliche Wanderungen in der Region.

Männer sind ebenfalls willkommen

Die Verwaltungsangestellte im Ruhestand arbeitete zunächst für die Verbandsgemeindewerke, später war sie für den Tourismus tätig – wovon sie noch heute in ihrem Ehrenamt profitiere. Zinßmeister findet es gut, dass immer mehr Frauen in der Kommunalpolitik Fuß fassen, sie selbst ist Stadtratsmitglied in der Veldenzstadt. Für das Ehrenamt nehme sie sich gerne Zeit, der Organisationsaufwand einer Veranstaltung sei allerdings nicht zu unterschätzen.

Vor allem die Frauen, deren Kinder bereits aus dem Haus seien, schätzten das gesellige Angebot. Aus den Treffen hätten sich sogar schon Gruppen gebildet. Es sei „besonders schön, wenn durch die Begegnung Bekanntschaften und Freundschaften entstehen“. Auch touristische Angebote jenseits der üblichen Ziele von Bustouren biete sie an. So ging es schon nach Luxemburg oder Baden-Baden. Bei solchen Fahrten buche sie immer Themenführungen, um die Touren interessanter zu machen.

Allerdings richteten sich die Angebote nicht nur an Frauen, Männer seien ebenfalls willkommen. Denn als ehrenamtliche Gleichstellungsbeauftragte sei sie für alle Bürger der Verbandsgemeinde da. Die Verbandsgemeinde stellt einen gewissen Etat zur Verfügung, in der inhaltlichen Ausgestaltung des Angebots sei sie vollkommen frei.

Anliegen vertraulich behandelt

Neben den Veranstaltungen ist Zinßmeister Ansprechpartnerin bei Fragen im partnerschaftlichen und familiären Bereich. Sie behandele solche Anliegen absolut vertraulich, könne Kontakte vermitteln oder auch mal Formulare besorgen. „Oft hilft schon ein Gespräch, um sich Dinge von der Seele zu reden.“ Nicht zuständig sei sie hingegen für spezielle Fragen für Menschen mit Behinderungen. Die Frage tauche immer wieder auf, da viele mit dem Begriff der „Gleichstellungsbeauftragten“ nicht konkret die Gleichstellung von Mann und Frau verbinden.

Info

Am Samstag, 29. April, 19 Uhr, findet die Veranstaltung „Comedy & Melody“ im Motorikraum der Janusz-Korczak-Schule in Lauterecken statt. Die Wolfsteiner Komödianten sowie die Merzwiller Bachstelze werden mit Sketchen unterhalten, der Liedsänger Hans-Otto Schneider und die drei Hofmusikanten – darunter auch Zinßmeister – sorgen für musikalische Unterhaltung. Das Tanzpaar Andrea und Klaus wird Standardtänze zu 20er-Jahre-Musik präsentieren. Karten sind im Vorverkauf bei der Buchhandlung Meyer in Lauterecken für sechs Euro erhältlich.

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