Lauterecken / Wolfstein RHEINPFALZ Plus Artikel Die Realschule plus mit den vielen Abschlüssen

Der Standort Lauterecken.
Der Standort Lauterecken.

Ganztagsschule, Schwerpunktschule, Fachoberschule – die Realschule plus Lauterecken-Wolfstein hat eine sehr große Bandbreite und damit auch ein Alleinstellungsmerkmal im Landkreis. Einen Schulhund gibt es mit Maggie.

Orientierungsstufe und Fachoberschule in Lauterecken, die Klassen sieben bis zehn in Wolfstein – zwei Standorte gehören zum Alltag. „Das war für uns immer so“, erinnert Schulleiterin Katja Zielinski an die ehemalige Hauptschule mit den Standorten Lauterecken und Offenbach-Hundheim. Mit dem Neubau in Lauterecken wurde die „Filiale“ 1995 aufgegeben. Das Gebäude ist heute ein Ärztehaus.

Mit der Schulstrukturreform des Landes kam es dann 2009 zur Fusion mit der damaligen Regionalschule Wolfstein. 20 Minuten Fahrtzeit müssen die Pädagogen schon einplanen, wenn sie an beiden Standorten eingesetzt werden, was nicht die Regel, aber auch nicht immer zu verhindern ist.

Festhalten am Klassenverbund

Meist sind die Jahrgangsstufen dreizügig, ab und zu auch zweizügig. „Das sind dann oft die eher geburtenschwachen Jahrgänge“, erklärt Zielinski. Ein Klasse wird geteilt, wenn es mehr als 25 Anmeldungen gibt, ab der siebten Klasse liegt der Klassenteiler bei 30 Schülern.

Die Schule mit insgesamt 410 Schülern steht für ein konsequentes integratives Konzept, was bedeutet, dass die Schüler aller Leistungsstufen bewusst in einer Klasse gemeinsam unterrichtet werden und auch bis Klasse neun zusammenbleiben. Ab Klasse sieben wird in den Hauptfächern Englisch und Mathematik differenziert unterrichtet, was bedeutet, dass es zwei verschiedene Niveaustufen gibt (Grund- und Erweiterungskurs), die fortan getrennt unterrichtet werden. Ein Wechsel der Kurse ist jeweils nach einem halben Jahr möglich. Ab Klasse acht folgt noch eine weitere Differenzierung in Deutsch, ab Klassenstufe neun in Chemie.

Einzugsgebiet bis nach Kaiserslautern

In Klasse sechs belegen die Schülerinnen und Schüler verschiedene Wahlpflichtfächer (Französisch, Wirtschaft und Verwaltung, Naturwissenschaft und Technik, Hauswirtschaft und Sozialwesen). Eine Stunde Computerunterricht ist von Klassenstufe sieben bis neun verpflichtend. Davon ausgenommen sind nur die „Franzosen“.

Rund 60 bis 65 Schüler eines Jahrgangs gehen bis zur Mittleren Reife. Zur Schwerpunktschule gehören 14 Kinder mit besonderem Förderbedarf. Sie nehmen in inklusiver Form am regulären Unterricht teil.

Wer die Berufsreife nach der „Neunten“ noch nicht in der Tasche hat, kann beim Projekt „Keiner ohne Abschluss“ nochmals gezielt unterstützt werden. Maximal 16 Schüler besuchen an drei Tagen die Schule und sind zwei Tage in einem Betrieb. „Der hohe Praxisanteil hilft nicht selten, sie zu einem Abschluss zu bringen“, erklärt Zielinski. Für dieses Angebot ist auch das Einzugsgebiet größer. Teilweise kommen Schüler aus dem Raum Kaiserslautern.

An drei Tagen in der Woche im Betrieb

Das gilt auch für die Fachoberschule, wie es sie neben Lauterecken in der Westpfalz nur in Dahn, Pirmasens und Göllheim gibt. In zwei Jahren können sich die Absolventen so den Zugang zu einer Hochschule ermöglichen. Es gibt die Fachbereiche Wirtschaft und Verwaltung sowie Gesundheit und Soziales. Die vier Klassen besuchen 80 bis 90 Schüler. 60 Kooperationspartner aus Wirtschaft und Verwaltung stehen für den Praxisbezug. In der elften Klasse steht an drei Tagen in der Woche Praktikum auf dem Stundenplan. Ein gefragtes Angebot – es gab schon Jahre mit einer Warteliste.

Das freiwillige Ganztagsangebot wird von 135 Schülern genutzt, vor allem in der Orientierungsstufe. Bis gegen 16 Uhr gibt es Hausaufgabenbetreuung, Sport- und Förderangebote und davor auch ein Mittagessen. Schon die Regionalschule in Wolfstein war Ganztagsschule.

Der Standort Wolfstein.
Der Standort Wolfstein.
Katja Zielinksi.
Katja Zielinksi.
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