Reiten RHEINPFALZ Plus Artikel Die besten Zweispänner treffen sich in Lauterecken

Der Reiterverein Veldenz Lauterecken bietet am Wochenende den besten Zweispännern des Landes wieder eine Bühne.
Der Reiterverein Veldenz Lauterecken bietet am Wochenende den besten Zweispännern des Landes wieder eine Bühne.

Die besten Zweispänner des Landes tragen von Freitag bis Sonntag in Lauterecken ihre Meisterschaft aus. Auch die Titelverteidiger spannen an. Einer von ihnen ist ein Lokalmatador.

„Wir mussten uns ein bisschen sammeln. Manches, was früher ganz automatisch ging, war fast in Vergessenheit geraten“, sagt Heiko Aßmann lachend. Der Vorsitzende des 1969 gegründeten Reitervereins Veldenz Lauterecken hat gemeinsam mit Andre Setz am Wochenende die Turnierleitung inne. Zwei Jahre lang gab's kein Turnier auf der Anlage am Jungen Bauwald an der Cronenberger Straße, jetzt rollen die Kutschen wieder. Von Freitag bis Sonntag tragen die Zweispänner die Landesmeisterschaften aus. Die Pfalzmeister werden gleich mit ermittelt und Wettbewerbe für Einspänner und solche Gespanne, die die für die Titelkämpfe geforderte Klasse M noch nicht beherrschen, sind auch ausgeschrieben.

Erst am Sonntag stehen die Meister fest

Wer die Meisterschärpe gewinnen will, muss ein Allrounder sein: Sowohl bei den Ponys als auch den großen Kutschpferden werden die Einzelleistungen in Dressur, Geländemarathon mit Hindernissen und Geschicklichkeitsprüfung auf Zeit zusammengezählt. Die Turniertage sind passenderweise dreigeteilt: Der Freitag steht im Zeichen der Dressur, am Samstag geht es ins Gelände und am Sonntag wird sich entscheiden, wer der oder die Beste im Land ist: beim spannenden Kegelfahren, in dem es auf Zentimeter und Sekunden ankommt.

Alle Wettbewerbe sind vom Gelände rund um den 60 mal 100 Meter großen Fahrplatz gut zu verfolgen – auch die kniffligen Hindernisse, die der Geländestrecke über die reine Distanz hinaus Würze geben, sind gut einsehbar. Eines davon ist neu gestaltet und feiert am Samstag Turnierpremiere, ebenso wie die sanitären Anlagen. „Wir waren während der zwei Jahre Pause nicht untätig“, erzählt Aßmann, der auch stolz ist, fast die komplette gewohnte Truppe wieder versammelt zu haben, von Parcourschef Heiko Hebel über das Richterkollegium bis zum Küchenteam, das im Vereinsheim und am Grill über die drei Tage hinweg Fahrer wie Besucher von morgens bis abends bewirtet.

Veldenzer Jörg Schuch hat Chancen

Fast 50 Fahrerinnen und Fahrer haben ihr Kommen angekündigt, in der Dressur sind die Felder stark, durchs Gelände etwas dünner. „Wir waren schon stärker besetzt, aber für dieses Mal sind wir sehr zufrieden“, sagt Aßmann. „Die Pause ist eben doch nicht spurlos vorbei gegangen, manche haben auch ganz aufgehört.“ Aßmann, früher auch selbst in den Wettbewerben zu finden, gehört zu diesen: Mit sportlichen Ambitionen setzt sich der Reipoltskircher nicht mehr auf den Kutschbock.

Weiter dabei ist aber für die Gastgeber Jörg Schuch, Landesmeister Zweispänner Pony von 2019, als das bisher letzte Turnier im Wald oberhalb der Veldenzstadt ausgetragen wurde. Auch der damalige Sieger bei den Pferden, Otto Werst aus dem Donnersberger Land, will ins Geschehen eingreifen. Werst wird vom Verband noch als amtierender Meister geführt, Schuch nicht mehr, denn 2021 konnte in Zeiskam wenigstens die Zweispänner-Pony-Meisterschaft gefahren werden. Den Titel holte Bernd Becker aus dem hohen Norden von Rheinland-Pfalz, dem Eifler Land. Auch er wird am Wochenende in Lauterecken erwartet und ist als Titelaspirant zu sehen. Beim Pfingstturnier in Zeiskam vor drei Wochen fuhr Becker zum ersten Mal auf einer deutschen Meisterschaft mit. Die Anforderungen dort sind noch einmal höher als bei den Landesmeisterschaften: Statt Klasse M wie in Lauterecken – was im Jargon für mittelschwer steht – wird auf der Deutschen die schwere Klasse S gefordert.

Info

Fahrturnier Klasse M und A mit Pfalz- und Landesmeisterschaften der Zweispänner auf der Anlage von Veldenz Lauterecken, Am Jungen Bauwald, Freitag bis Sonntag, 24. bis 26. Juni.

Wettkampfbeginn am Freitag um 8 Uhr, am Samstag um 10 Uhr und am Sonntag um 9 Uhr. Ehrung der Landes- und Pfalzmeister am Sonntag um 16 Uhr. Genaue Zeiteinteilung im Internet.

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