Spiel der Woche RHEINPFALZ Plus Artikel Die ambitionierte SpVgg Welchweiler und der große Unbekannte

Die SpVgg Welchweiler, hier ein Zweikampf zwischen Denis Miller (links) und Glanbrückens Florian Kittel, will angreifen.
Die SpVgg Welchweiler, hier ein Zweikampf zwischen Denis Miller (links) und Glanbrückens Florian Kittel, will angreifen.

Die Spielvereinigung Welchweiler hat ihre Ambitionen zum Saisonauftakt in der C-Klasse Kusel-Kaiserslautern Nord direkt mal klar und deutlich unterstrichen. Nun soll im zweiten Spiel der zweite Sieg her. Zum Kerwespiel kommt am Samstag, 16 Uhr, der FV Bruchmühlbach nach Welchweiler.

„Ich hätte nicht gedacht, dass es so einfach wird. Wir mussten uns nicht groß verausgaben. Das Ergebnis hätte am Ende noch höher ausfallen können. Wir haben gut gespielt, hatten viele Chancen, haben nur die letzten 20 Minuten nix mehr gemacht. Aber mit dem Spiel selbst war ich zufrieden“, blickt Welchweilers Spielertrainer Marco Hönsch auf den ersten Spieltag vor einer Woche bei der SG Altenglan/Rammelsbach zurück, als seine Mannschaft mit dem 7:1-Sieg ein Ausrufezeichen setzte.

Der Auftritt passte dann auch in die Wochen zuvor. Mit dem Verlauf der Vorbereitung war Hönsch zufrieden. „Die Jungs haben sehr gut mitgezogen.“ Auf Testspielergebnisse indes habe er keinen großen Wert gelegt, auch die 0:7-Klatsche im Pokal gegen die TSG Burglichtenberg wollte er nicht überbewerten.

Dafür soll der Auftaktsieg in die Punktrunde ein Fingerzeig gewesen sein. „Ich will schon aufsteigen. Ob als Erster oder Zweiter ist mir egal“, sagt Hönsch durchaus selbstbewusst und im Vertrauen auf die sportlichen Fähigkeiten seiner Mannschaft. Konkurrenten im Kampf um die vorderen Plätze sieht er vor allem im SV Hefersweiler und der Mannschaft von US Youth Soccer Europe sowie „vielleicht auch dem SV Ulmet, wo man mal abwarten muss, wie sie über die gesamte Runde kommen.“ Ein Aufstieg wäre seiner Meinung nach auch gut für die eigene zweite Mannschaft, die in der C-Klasse Süd spielt „und sich dort gegen die Zweiten aus der A-Klasse schon schwertut.“ Da wäre die Klasse, in der aktuell Welchweilers Erste kickt, wohl besser.

Zwei Ausfälle, zwei Rückkehrer

Personell muss die Spielvereinigung im eigenen Kerwespiel auf Martin Miller und Marvin Kupferschläger verzichten, dafür kehren im Vergleich zur Vorwoche Marc Spiegel und Fabian Han wieder zurück. „Ich hab 18, 19 Spieler zur Verfügung, die man bedenkenlos bringen kann“, erklärt Marco Hönsch zu seinem relativ breit besetzten Kader. Mit dem FV Bruchmühlbach erwartet er einen Gegner, „den man so gar nicht einschätzen kann“, weswegen man den Fokus mehr auf die eigene Leistung legt. „Wenn wir unsere normale Leistung abrufen, werden wir gewinnen. Natürlich ist es das Ziel, die drei Punkte daheim zu behalten. Ich tippe auf ein 3:1“, so Marco Hönsch.

Wenn er sagt, dass er den FV Bruchmühlbach nicht einschätzen kann, würde ihm sein Gegenüber Daniel Becker vielleicht sogar Recht geben. In Bruchmühlbach wurde alles auf links gedreht, ein kompletter Neuanfang gewagt. Sind doch im Kader auch einige Akteure, die zuvor noch nie in Vereinen gekickt haben. Und so wundert es auch kaum, dass der Trainer etwaige Saisonziele nicht wirklich an einem Tabellenplatz festmachen will: „Wir wollen personell ohne Probleme durch die Saison kommen, auch mit der Reserve. Für den Anfang bin ich zufrieden. Wir wollen ein paar Spiele gewinnen und dann irgendwo im Mittelfeld landen“, sagt der Trainer.

„Ich glaube, dass wir alles richtig machen“

Den Verantwortlichen beim FVB geht es auch darum, die Leute wieder für den Verein und sein Tun zu begeistern. Auch dort sehen sie sich nach den ersten Wochen auf einem guten Weg. Mit der Trainingsbeteiligung von 15, 16 Mann im Schnitt ist der Coach ebenfalls zufrieden. „Wir haben unser Pokalspiel gegen Krottelbach/Ohmbach zwar mit 0:4 verloren. Aber der Sportplatz war voll, die Leute waren da. Ich glaube, dass wir auch insofern vieles richtig machen“, erklärt Becker.

Er sieht die Elf aus Welchweiler auch als Mannschaft an, die „ganz oben mitspielen wird“ und hat gleichfalls die US Boys und Hefersweiler mit auf der Liste, ebenso die SG Altenglan/Rammelsbach, trotz der klaren Auftaktniederlage. In Welchweiler wiederum erwartet Daniel Becker „ein kampfbetontes Spiel und keinen Leckerbissen auf deren Platz“. Der Gegner werde in seinem Kerwespiel „direkt Druck ausüben und zeigen, dass er gewinnen will“. Von seiner eigenen Mannschaft erwartet er, „dass wir kämpferisch und läuferisch dagegenhalten“. Möglicherweise lassen sich schon dann, unabhängig vom Ergebnis, positive Erkenntnisse aus dem Spiel mitnehmen.

x