Fußball
Derby-Alarm: TSG Wolfstein-Roßbach empfängt TuS Bedesbach-Patersbach
Der TuS Schönenberg zeigte in seinem ersten Heimspiel nach der Winterpause gegen die FCK-Portugiesen eine reife Leistung, unterlag aber dennoch mit 1:2 und ging leer aus. Wobei der TuS doch die Punkte nur allzu gut gebraucht hätten, um nicht am Ende der Saison aus der Bezirksliga Westpfalz abzusteigen. Nun steht das Abstiegsduell schlechthin an. Es gilt, das Kellerkind SV Gundersweiler in die Knie zu zwingen.
Vor Anpfiff der Partie gegen die FCK-Portugiesen war bereits eines klar: Es herrscht Alarmstufe Rot beim TuS Schönenberg. Kann der Klub den Klassenverbleib noch schaffen? Gegen die FCK-Portugiesen trat der TuS nicht gerade verängstigt auf. Jedenfalls im zweiten Abschnitt. Denn zu Beginn zeigte die Mannschaft unter der Leitung der beiden Interimstrainer Maksim Ackermann und Timo Molter noch etwas mehr Respekt vor den drittplatzierten FCK-Portugiesen. Und in diesem Zuge fingen sie sich auch gleich zwei Gegentore.
Für den TuS Schönenberg zählen nur drei Punkte
„Wir haben Fehler im Spielaufbau gemacht“, blickt Ackermann auf die Anfangsphase zurück. „Diese Fehler wurden eiskalt bestraft.“ So kam es, dass der TuS nach 24 Minuten mit 0:2 im Hintertreffen war. Danach wurde es schnell besser. „Wir haben uns wieder gefangen“, betont Ackermann. Und im zweiten Abschnitt avancierte die Partie zu einem ausgeglichenen Bezirksliga-Duell. So verkürzten die Schönenberger Mitte der zweiten Hälfte durch ein Tor von Benedikt Jakobi auf 1:2. Chancen auf ein mögliches Unentschieden gab es durchaus. Jedoch legten auch die Portugiesen zum Ende hin noch mal einen ordentlichen Zahn zu. Letztlich reichte es nicht mehr für etwas Zählbares aus.
„Das Spiel war über weite Strecken echt gut“, zieht Ackermann dennoch als positive Bilanz. Und mit diesem positiven Blick soll es nun in das nächste Spiel in Gundersweiler (Sonntag, 15.15 Uhr) gehen. Die Mannschaft, gegen die der TuS im Hinspiel knapp mit 2:3 unterlag. Und die Mannschaft, die aktuell mit drei Punkten Vorsprung auf Rang 14 zittert. Denn auch die Gundersweilerer brauchen dringend Punkte, um das rettende Ufer zu erklimmen. „Es ist ganz klar, es zählen nur drei Punkte“, hält TuS-Trainer Ackermann fest. An der Personallage wird sich nicht viel verändern. Die, die noch angeschlagen fehlen, bleiben es voraussichtlich auch an diesem Wochenende.
„Bepas“ spielen Partie gegen Kindsbach gut runter
Ein guter Einstand: Mit 3:0 fertigte der TuS Bedesbach-Patersbach die abstiegsbedrohten Kindsbacher zum Auftakt ab. Der Sieg war dabei hochverdient und hätte durchaus noch höher ausfallen können. Nun steht das Duell Zweiter gegen Sechster an. Zwei Bezirksliga-Teilnehmer aus dem Gebiet Kusel treffen aufeinander, wenn die TSG Wolfstein-Roßbach im Derby am Sonntag Bedesbach-Patersbach empfängt.
„Es ist immer etwas ungewohnt, nach so einer langen Winterpause wieder in das erste Pflichtspiel reinzustarten“, merkt TuS-Spielertrainer David Becker zum Thema Auftaktspiel an. Doch diese Aufgabe stellte die „Blau-Weißen“ beim Spiel gegen den FV Kindsbach nicht vor sonderlich große Probleme. „Wir sind gut in die Partie gestartet und waren sehr aktiv auf dem Platz“, betont Becker, dessen Mannschaft in der Anfangsviertelstunde gleich zwei Buden markierte. Maximilian Dietz und David Selesi stellten die Weichen bereits früh auf Sieg. Nach Wiederanpfiff traten die „Bepas“ souverän auf. „Wir haben die Partie sehr erwachsen runtergespielt“, hält Becker fest. Und kurz vor Schluss netzte nochmal Dietz zum 3:0-Endstand ein.
„Bepas“-Coach hat das Hinspiel noch in Erinnerung
Nun steht das Derby gegen Wolfstein-Roßbach an. Im Hinspiel siegte Beckers Elf mit 3:2. „Die Partie habe ich noch sehr gut in Erinnerung“, blickt er auf das Hinserie zurück. Der Trainer empfand die Begegnung als ausgeglichen, ohne dass der Sieg dabei unverdient war. Generell warnt der Spielertrainer vor der „Rowos“-Offensive. „Vorne sind die extrem gefährlich und dabei auch variabel“, hält Becker fest. Sein Team rangiert aktuell zwar auf Rang zwei, doch die sechstplatzierten „Rowos“ haben bereits 23 Treffer mehr auf dem Torkonto und führen zusammen mit Primus Trippstadt die Liste der torgefährlichsten Teams an. „Es wird eine große Herausforderung auf uns zukommen“, hält Becker warnend fest. Seine Mannschaft hat fest vor, das Derby zu gewinnen. Denn die „Bepas“ spielen gegen den Aufstieg und dürfen sich hier keine Patzer erlauben. Aktuell befinden sich 36 Punkte auf dem Konto der „Blau-Weißen“. Der Abstand auf die „Rowos“ beträgt aber lediglich vier Punkte. Während der Abstand nach ganz oben ebenso vier Punkte beträgt.
Die TSG Wolfstein-Roßbach kehrte derweil mit einem 3:2-Auswärtserfolg von der Reise zum FC Rodalben zurück in die Heimat. Nach früher Führung und einem Rückstand zur Pause wandelte die TSG das Ergebnis in den letzten zehn Minuten in einen Sieg um. „Wir wollten den Dreier unbedingt und haben uns das dann mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung schon verdient. Klar ist das wegen dem späten Zustandekommen auch etwas glücklich“, blickt Spielertrainer Johannes Schell zurück. Schell selbst war es, der in der 89. Minute für den Siegtreffer sorgte.
Schell: „Wollen zu Hause unser Spiel durchdrücken“
Das erste Heimspiel des Jahres am Sonntag (16.15 Uhr) bestreitet die TSG nun gegen den Kreisrivalen TuS Bedesbach-Patersbach. Dabei trifft die beste Offensive der Liga (TSG) auf die zweitbeste Defensive (TuS). „Da haben wir auch aus dem Hinspiel noch etwas gutzumachen“, erinnert sich der Spielertrainer an die 2:3-Niederlage im ersten Aufeinandertreffen in dieser Saison. Zwar erwartet Schell „eine ganz schwere Aufgabe gegen einen starken Gegner“, was an der eigenen Zielsetzung aber nichts ändert: „Wir spielen zu Hause, wollen unser Spiel durchdrücken und auch die Punkte in Wolfstein behalten.“ Mit einem Erfolg würde man dem Gegner bis auf einen Punkt auf die Pelle rücken. Personell wird die TSG wohl nahezu komplett antreten können.