Steinbach Der Glockenturm wird saniert
Die Investitionen betragen in diesem wie im nächsten Jahr jeweils knapp 1,5 Millionen Euro. Ob sie tatsächlich alle angegangen und umgesetzt werden, stellte Ortsbürgermeister Jörg Fehrentz (SPD) noch in Frage. Gelistet sind sie auf jeden Fall in der Haushaltssatzung 2021/2022. Und diese verabschiedete der Ortsgemeinderat einstimmig.
Den dicksten Posten macht in beiden Jahren der neue kombinierte Feld- und Radweg Henschtal-Steinbach-Brücken mit je 570.000 Euro aus. Allerdings gibt es dafür Mittel vom Land in Höhe von 1,1 Millionen Euro. Für 931.000 Euro – inklusive neuer Beleuchtung – wird die Frutzweiler Straße ausgebaut. Teilfinanziert wird das Projekt mit einem Volumen von 454.000 Euro über den Investitionsstock des Landes und die Ausbaubeiträge. Genau 200.000 Euro – über die zwei Jahre verteilt – kostet der Ausbau des Wirtschaftswegs zum Naturfreundehaus. Ein Zuschuss von 130.000 Euro ist eingeplant.
Geld für die Kita
276.000 Euro steckt die Gemeinde im laufenden Jahr in den Umbau und die Sanierung der Kita; im nächsten Jahr weitere 130.000 in Sonnenschutz, LED-Beleuchtung, Akustikdecken und Fallschutz. Vom Land und der Gemeinde Henschtal, die einen Anteil zu bestreiten hat, sind erst 248.400 Euro und 2022 dann 86.500 Euro zu erwarten. Ein neuer multifunktionaler Spielplatz für alle Generationen soll noch in diesem Jahr in Angriff genommen werden. Dafür sind 125.000 Euro eingestellt. Das Land hat seinen Förderanteil von 75.000 Euro überwiesen.
Da die Einzahlungen die Auszahlungen nicht decken, ist die Gemeinde gezwungen, Kredite in Höhe von fast 464.000 Euro in diesem und gut 377.000 Euro im nächsten Jahr aufzunehmen. Aber nicht nur der Finanz-, auch der Ergebnishaushalt weist ein Defizit aus, wie Raimund Klein von der Verbandsgemeindeverwaltung ausführte. Den Erträgen von 1,55 Millionen stehen Aufwendungen von 1,61 Millionen gegenüber; 2022 sind es Erträge von 1,59 Millionen und ein Aufwand über 1,65 Millionen Euro. Auf der Habenseite finden sich jeweils fast 340.000 Euro an Schlüsselzuweisungen.
Schuldenstand 2022 bei einer Million Euro
In den Gemeindesäckel fließen im laufenden Jahr voraussichtlich 320.000 Euro und im nächsten Jahr 330.000 Euro an Anteilen aus der Einkommensteuer sowie 104.000 Euro aus der Grundsteuer B. Die Kreisumlage – sie beträgt 40 Prozent – beläuft sich auf 356.700 Euro; die Verbandsgemeindeumlage – sie macht dieses Jahr 39,5 Prozent und nächstes 40 Prozent aus – schlägt mit 327.700 Euro und 331.800 Euro zu Buche.
Da sie bereits vergleichsweise hoch seien, meinte Ortsbürgermeister Fehrentz, sehe die Gemeinde davon ab, die Hebesätze nach oben zu schrauben. In Kauf genommen werden Schulden: Sie liegen zum Jahresende 2021 bei voraussichtlich 655.000 Euro und 2022 bei einer Million Euro.