Welchweiler
Coverband Plug-In berichtet vom Bandleben auf Kerwetour
„Wenn das Publikum nach Hause geht und sagt: ,Geil! Das war ein richtig geiler Abend und coole Musik’, dann sind wir zufrieden“, sagt Johannes Weißmann, der Frontmann und Sänger der Coverband Plug-In. Plug-In, das sind Weißmann an der Gitarre, Tobias Dick, Gitarre und Keyboard, Thorben Müller am Bass sowie David Kalweit am Schlagzeug. Gegründet wurde die Band 2014 von Weißmann und Dick, die sich schon seit ihrer Kindheit kennen, als sie gemeinsam im Jugendorchester des damaligen Musikvereins Eßweiler spielten. Ein Jahr später stieß Müller dazu.
Kalweit kam als letzter Neuzugang zur Band, er ersetzte 2020 den damaligen Drummer. Neben dem Musikverein liegen die musikalischen Wurzeln der Bandmitglieder in der Familie, in der wie bei Müller schon immer musiziert wurde, oder aber in der Kirche. Kallweit machte dort in Hinzweiler seine ersten Gehversuche am Schlagzeug. Ihre musikalische Ausbildung absolvierten bis auf Kallweit alle drei Musiker zunächst auf einem anderen Instrument als auf jenem, das sie heute in der Band spielen. Sie pflegen nun alle ihre Leidenschaft für Rockmusik, das Elixier, das Plug-In am Laufen hält, wie sie sagen.
Im Sommer jedes Wochenende unterwegs
„Wichtig ist auch, dass wir uns nicht nur musikalisch, sondern auch auf der menschlichen Ebene sehr gut verstehen“, sagt Kallweit. Dies sei sicher auch ein Teil des Erfolgs der Band. Das Repertoire an Liedern, das sie hauptsächlich auf den Kerwen im Landkreis Kusel spielen, erstreckt sich über circa 100 Titel. Erst am vergangenen Wochenende stand die vierköpfige Band bei der Schwarz-Gelben-Nacht am Herrmannsberg auf der Bühne. „Wir sind im Sommer jedes Wochenende unterwegs“, beschreibt Thorben Müller, „weshalb es während der Kerwe-Saison nicht genügend Zeit zum Proben gibt“.
Geprobt wird dann im Winter, wenn neue Songs ausgesucht werden und die Feinabstimmung an der Setlist vorgenommen wird. Natürlich halte Plug-In an dieser nicht stur fest. Wenn aus dem Publikum etwa das Intro von „Seven Nation Army“ von den White Stripes angestimmt wird, dann lasse sich Müller nicht lange bitten und steige mit dem charakteristischen Basslauf ein. „Es gibt viele Titel, die wir durch Zuruf aus dem Publikum in unsere Setlist schieben“, schildert Weißmann die Herangehensweise auf der Bühne.
Kostüme als Teil der Show
Dabei reicht die Bandbreite von Helene Fischer über Bon Jovi bis zu AC/DC oder Rammstein. Es kann auch vorkommen, dass einige Titel mehrmals am Abend gespielt werden. So zum Beispiel ein Song, den eine Straußjugend immer wieder hören wollte, da es „ihr“ Lied beim Knibbeln des Kerwe-Straußes oder beim Zug durch das Dorf war.
Das Alter des Kerwe-Publikums reicht von 16 bis 70 Jahre, weshalb die Band mit einer breiten Auswahl von Titeln der verschiedensten Rock- und Pop-Genres reagieren kann. Überhaupt sei Flexibilität bei den Kerwe-Gigs wichtig. So zum Beispiel in Oberstaufenbach, als das Bier nicht in der durstigen Kehle eines Kerwe-Besuchers, sondern in der Elektronik landete. Durch Weißmanns Akustikgitarre wurde so für eine halbe Stunde aus Plug-In unplugged.
Zu einem gelungenen Auftritt gehört für die Band neben der Musik auch eine gute Bühnenshow. Für den richtigen Sound und das passende Licht arbeiten die Musiker gerne mit der Firma Kubon aus Kaiserslautern zusammen. Teil der Show sind auch Kostüme. Dies führt bei Frontmann Weißmann schon mal zu einem erhöhten Adrenalinspiegel. Dann nämlich, wenn er sich hinter der Bühne umzieht, während draußen schon das Intro läuft und er zu seinem Einsatz wieder vor dem Publikum stehen muss. Das nimmt er aber gerne in Kauf. Wichtig sei, dass am Schluss alle zufrieden nach Hause gehen.