Thallichtenberg
Burgrestaurant soll Anfang April wieder öffnen
Noch wirkt alles etwas kahl in der geräumigen Gaststube des Burgrestaurants auf Burg Lichtenberg – Besteckboxen stehen auf der Theke, die Dekoration ist noch nicht aufgestellt. „Es ist noch sehr viel zu tun“, sagt Marjana Ilinkovic. Schließlich sollen schon kommende Woche, spätestens am 1. April, die ersten Gäste begrüßt werden. Die Saarländerin freut sich auf die Herausforderung, die sie gemeinsam mit Janko Balog bestreiten wird. Während sie sich künftig um den Service kümmert, hat Balog in der Küche den Hut auf. „Wir haben das Potenzial in dem Laden gesehen“, begründet der Saarländer mit Wurzeln in Serbien und Kroatien die Entscheidung der beiden Freunde, dort ihr gemeinsames Lokal zu eröffnen. „Wir werden unser Bestes geben.“
Sowohl auf Ausflügler, die tagsüber die Burg Lichtenberg besuchen, als auch auf jene Gäste, die abends extra zum Speisen zur Burg kommen, wollen die beiden ihr Augenmerk legen. „Unsere Palette ist sehr breit“, erklärt Balog. Einen Mittagstisch soll es geben, zudem werde auch der Kiosk tagsüber geöffnet, um den sich zunächst vorwiegend Balogs Schwester kümmert. Dort würden kleinere Speisen angeboten, der Ruhetag mit jenem des Restaurants abgestimmt. „Das heißt mindestens eins von beiden ist immer offen – der Kiosk oder das Restaurant“, erklärt der künftige Küchenchef. Touristen, die auf der Burg unterwegs sind, hätten so immer eine Anlaufstelle für Speisen und Getränke. Schließlich sei das von großer Bedeutung, findet Balog.
Nachdem sich die Reweschnier-Betriebs GmbH im November vergangenen Jahres aus dem Burgrestaurant zurückgezogen hatte, stand das Lokal, dessen Eigentümer der Kreis ist, rund vier Monate lang leer. Erst im März vergangenen Jahres war dieses neu eröffnet worden, nachdem das langjährige Betreiber-Ehepaar Emrich Ende 2020 aufgehört hatte.
Klassische Konzerte und Krimi-Dinner
Auf der Speisekarte, die laut Balog ständig wechselt, werden künftig internationale Gerichte mit Augenmerk auf die mediterrane Küche zu finden sein. Darüber hinaus wollen die neuen Betreiber verschiedene Motto-Abende ins Leben rufen, beispielsweise mit dem Fokus auf Steak oder spanische Abende mit Tapas. Jegliche Art von Festen könne im Restaurant gefeiert werden, auch Catering bieten sie an, betonen Balog und Ilinkovic.
Ein weiteres Vorhaben der beiden: Veranstaltungen mit verschiedenen Partnern, mit DJs, unterschiedlichen Musikrichtungen. Zum Beispiel eine „Baccardi-Latino-Night“ oder eine Schlagerparty, erklärt der Gastronom. „Wir wollen Leben bringen auf die Burg.“ Auch Konzerte etwa zu klassischer Musik, die bei gutem Wetter draußen auf der Terrasse stattfinden, können sich die Betreiber für die Zukunft vorstellen. Ebenso wie Veranstaltungen, die zu dem Standort und dem Thema Burg passen, beispielsweise Krimi-Dinner. „Mein Kopf ist voll mit Ideen“, sagt Balog.
Vorstellungsgespräche laufen noch
Auf viele Jahre Erfahrung in der Gastronomie kann Balog indes zurückblicken: „Seit meinem 17. Lebensjahr bin ich in der Gastro“, erzählt der gelernte Restaurantfachmann, der in Hessen aufgewachsen ist, dort bei Veranstaltungen mit bis zu 1000 Menschen den Service geleitet hat. Unter anderem habe er in der Kurvilla Sickingen in Landstuhl gearbeitet. Davor sei er gemeinsam mit seiner Ex-Frau 15 Jahre lang Pächter des Restaurants im Websweiler Hof des Golfclubs Homburg gewesen. Er und Ilinkovic, die zuletzt im Einzelhandel tätig war und Wurzeln in Slowenien und Kroatien hat, kennen sich auch aus der Gastronomie, arbeiteten zusammen und fassten letztlich den Entschluss, gemeinsam ein Restaurant zu eröffnen.
Mit wie vielen Mitarbeitern sie nächste Woche starten, stehe noch nicht fest, erklären die Betreiber. Zur Zeit liefen noch Vorstellungsgespräche, außerdem suchten sie weiteres Personal im Service und in der Küche. Balog: „Wir nehmen auch Lehrlinge.“
